Berichte über deutliche Kürzungen bei der 'Washington Post'


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WASHINGTON (dpa-AFX) - Bei der "Washington Post" muss Medienberichten zufolge ein großer Teil der Belegschaft gehen. Amazon-Gründer Jeff Bezos will aber laut Chefredakteur Matt Murray als Eigentümer an der renommierten US-Zeitung festhalten. "Er möchte, dass die Post eine größere, relevante und florierende Institution wird", sagte er dem Sender CNN.

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Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass das fast 150 Jahre alte Traditionsblatt wegen heftiger wirtschaftlicher Einbußen Sparmaßnahmen einleitet. Etwa ein Drittel der Belegschaft wird Medienberichten zufolge entlassen, darunter rund 300 Journalisten. Laut einer von Medien zitierten internen Mitteilung sollen die Sportredaktion fast komplett aufgelöst, das Literaturressort geschlossen, die Auslandsberichterstattung stark reduziert und der tägliche Podcast "Post Reports" eingestellt werden. Eine offizielle Mitteilung lag zunächst nicht vor.

Zweifel der Mitarbeitenden

"Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass uns Jeff (Bezos) voll und ganz dabei unterstützt, das Haus in Ordnung zu bringen und für Wachstum zu positionieren", sagte Murray. Die Mitarbeitervertretung der Zeitung fragte sich laut den Berichten hingegen in einer Erklärung, ob Bezos (62) noch bereit sei, in die Aufgabe zu investieren, die das Blatt als unabhängiges Medium seit Generationen auszeichne. Die Belegschaft organisiert sich derweil unter dem Hashtag #SaveThePost (Rettet die Post).

Die "Washington Post" gehört seit 2013 Milliardär Bezos. Zuletzt hatte es wiederholt Kritik an seiner Rolle in der Zeitung gegeben, angesehene Journalisten verließen das Blatt. Für Schlagzeilen hatte etwa gesorgt, dass sich Bezos vor der US-Wahl im November 2024 gegen die Veröffentlichung einer bereits verfassten Wahlempfehlung für Donald Trumps Kontrahentin Kamala Harris entschieden hatte. Wahlempfehlungen wie diese sind unter US-Medien üblich.

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"Post"-Reporter deckten Watergate-Skandal auf

Der Schritt kostete die Zeitung Medienberichten zufolge Zehntausende Abonnenten. "Bezos versucht nicht, die "Washington Post" zu retten. Er versucht, Donald Trump zu überleben", schrieb der frühere "Post"-Faktenchecker Glenn Kessler kürzlich in einer Kolumne.

Die "Washington Post" hat mehr als einmal Geschichte geschrieben. Ihre Sternstunde erlebte sie Anfang der 1970er Jahre, als die Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward den Watergate-Skandal aufdeckten, der zum Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon führte./jv/DP/stk

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