Grantham baut Aktien-Depot um: GMO steigt in Q2 aus Berkshire aus - und greift bei Netflix zu
GMO, das Value-Haus von Jeremy Grantham, verdoppelt seine Wetten auf zwei umstrittene Tech-Werte und trennt sich zugleich von einem Goldkonzern und seiner letzten Berkshire-Position.
Werte in diesem Artikel
- GMO stockt seine Netflix-Position im zweiten Quartal kräftig auf
- Auch NVIDIA-Anteil wächst im GMO-Depot binnen einem Quartal deutlich
- GMO trennt sich komplett von Barrick und der letzten Berkshire-Position
Die US-Börsenaufsicht SEC verlangt von Großinvestoren mit einem verwalteten Vermögen über 100 Millionen US-Dollar jedes Quartal volle Transparenz. Davon betroffen ist auch die Investmentgesellschaft Grantham, Mayo & van Otterloo (GMO) des bekannten Starinvestors Jeremy Grantham. Zum Quartalsende wies das Depot einen Wert von rund 44,4 Milliarden US-Dollar auf und zeigte sich dabei auch etwas beweglich: Ein neuer Name konnte sich einen Platz in der Top 10-Liste sichern.
Netflix und NVIDIA deutlich aufgestockt
Bei Netflix erhöhte GMO den Bestand im zweiten Quartal 2026 auf 10.350.004 Aktien, ein Plus von rund 6,3 Millionen Aktien beziehungsweise mehr als 155 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2026. Der Marktwert der Position kletterte auf rund 739 Millionen US-Dollar, der Anteil am Gesamtdepot wuchs von 1,00 auf 1,66 Prozent. Noch kräftiger fiel der Zukauf bei NVIDIA aus: Der Bestand wuchs um rund 4,3 Millionen auf 4.671.972 Aktien, ein Plus von mehr als 1.200 Prozent. Der Marktwert stieg auf rund 935 Millionen US-Dollar, der Portfolioanteil von 0,16 auf 2,11 Prozent. Trotz dieser massiven Zukäufe reicht es für beide Werte nicht in die Top 10 des Depots: Netflix liegt auf Rang 20, NVIDIA auf Rang 14.
Kompletter Ausstieg bei Barrick Mining und Berkshire
Auf der Verkaufsseite trennte sich GMO vollständig von zwei sehr unterschiedlichen Positionen. Beim Goldminenkonzern Barrick wurden 497.435 Aktien abgestoßen, obwohl die Position erst im dritten Quartal 2025 aufgebaut worden war und zuletzt lediglich 0,05 Prozent des Portfolios ausmachte. Bei Berkshire Hathaway (B-Aktien) fiel der Ausstieg zahlenmäßig deutlich kleiner aus: 2.654 Aktien wurden verkauft, die seit dem ersten Quartal 2021 im Depot lagen und zuletzt kaum noch ins Gewicht fielen. In beiden Fällen bedeutet der Verkauf das vollständige Ende der jeweiligen Position.
Die folgende Aufstellung zeigt die zehn größten Positionen nach ihrer prozentualen Gewichtung per 30. Juni 2026.
Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Lane Turner/Boston Globe/Getty Images
