Besser als erwartet

ifo-Geschäftsklimaindex im Juni etwas höher als erwartet


ifo-Geschäftsklimaindex im Juni etwas höher als erwartet

Das Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni etwas besser als erwartet entwickelt.

Der vom ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex stieg auf 101,8 (Mai: 99,2) Punkte. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Anstieg auf 100,5 Punkte prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf 99,6 (95,7) Punkte. Erwartet worden waren 97,7 Punkte. Für den Index der Geschäftserwartungen meldete das ifo-Institut einen Anstieg auf 104,0 (102,9) Punkte. Prognostiziert waren 103,6 Punkte. "Die deutsche Wirtschaft schüttelt die Corona-Krise ab", kommentierten die Konjunkturforscher die Daten.

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Im verarbeitenden Gewerbe stieg der Index und erreichte den höchsten Wert seit April 2018. Die Unternehmen waren deutlich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen fielen etwas weniger optimistisch aus. Unter der generell sehr guten Entwicklung in den Industriebranchen ragten insbesondere der Maschinenbau und die Elektroindustrie heraus. Sorgen bereiteten vielen Unternehmen die zunehmenden Engpässe bei Vorprodukten.

Im Dienstleistungssektor machte der Geschäftsklimaindex einen deutlichen Sprung nach oben. Die Indikatoren zu Lage und Erwartungen legten merklich zu. Vor allem die Logistikbranche und die IT-Dienstleister berichteten von sehr gut laufenden Geschäften. Die Dienstleister rechneten mit markant steigenden Umsätzen, auch im krisengeplagten Gastgewerbe.

Im Handel führten die Öffnungen zu einer deutlichen Verbesserung des Geschäftsklimas. Dies war auf merklich besser laufende Geschäfte zurückzuführen. Auch die Erwartungen fielen optimistischer aus. Insbesondere im Einzelhandel war die Entwicklung steil nach oben gerichtet. Der Index zur aktuellen Lage legte so stark zu wie noch nie zuvor.

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Im Bauhauptgewerbe stieg der Index leicht. Die Urteile zur aktuellen Lage blieben nahezu unverändert. Die Erwartungen legten zu, blieben aber pessimistisch. Materialknappheit war weiterhin ein sehr großes Problem.

DJG/hab/mgo

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: ifo

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