Bessere Mobilfunkversorgung in der Bahn durch neue Technik


Werte in diesem Artikel
Aktien

1.50 EUR 0.02 EUR 1.15 %

BERLIN (dpa-AFX) - In Deutschland können Zugreisende künftig mit einem besseren Mobilfunk-Empfang rechnen. Grund dafür ist eine technische Umrüstung von rund 10.000 Lokomotiven, Triebzügen und Steuerwagen auf eine neue Funktechnik, die dafür sorgt, dass für die Mobilfunk-Versorgung der Bahnreisenden mehr Frequenzspektrum zur Verfügung steht.

Werbung

Frequenz-Blockade durch Zugfunk

Bislang blockierte der Zugfunk GSM-R, ohne den kein Zug das Bahnnetz in Deutschland nutzen darf, die Verwendung eines wichtigen Mobilfunk-Spektrums für die Allgemeinheit. Die Frequenzen für das 900-MHz-Band, die für den LTE-Funkstandard genutzt werden, liegen nahe an den Zugfunkfrequenzen. Um den sicheren Betrieb der Züge nicht zu gefährden, durften die vier Mobilfunk-Provider in Deutschland ihre LTE-900-MHz-Infrastruktur bislang entlang der Bahnstrecken nicht ohne Einschränkungen einsetzen, worunter die Qualität des Smartphone-Empfangs im Zug gelitten hat.

Die Einschränkung konnte nun aufgehoben werden, weil die alten und störanfälligen Geräte des Zugfunks GSM-R durch "gehärtete" Geräte ersetzt wurden, die sich durch den LTE-Funk im 900-MHz-Band nicht mehr aus dem Takt bringen lassen. Seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2024 dürfen nur noch Eisenbahnfahrzeuge mit störfesten GSM-R-Endgeräten auf dem Schienennetz unterwegs sein.

95 Millionen Euro Förderung

Das Verkehrs- und Digitalministerium hatte zuvor die Umrüstung mit 95 Millionen Euro gefördert. Bundesdigitalminister Volker Wissing (parteilos) erklärte, gerade an Bahngleisen sei eine flächendeckende, zuverlässige und leistungsfähige Mobilfunkversorgung eine echte Herausforderung. "Dank der Umrüstung auf den störfesten Bahnfunk GSM-R können die Mobilfunknetzbetreiber jetzt Frequenzen einbeziehen, die bislang nur eingeschränkt genutzt werden konnten. Damit erleben wir eine spürbare Verbesserung der Mobilfunkversorgung entlang unserer Verkehrsadern."

Werbung

Marcel de Groot, der CEO von Vodafone (Vodafone Group) Deutschland, sagte: "Durch die Umrüstung auf störfesten Bahnfunk können wir das Handynetz jetzt mit zusätzlichen Flächenfrequenzen besser in die Züge und zu den Reisenden bringen." Damit könnten Filme beim Streaming auf dem Weg in den Urlaub ruckelfrei laufen und Anrufe bei der Familie nicht abbrechen.

Faraday'scher Käfig

Für den oft noch mäßigen Mobilfunk-Empfang in den Zügen gibt es mehrere technische Gründe. So bestehen die Züge aus Metall und anderen Materialien, die Mobilfunksignale stark abschirmen (Faraday'scher Käfig). Fenster in ICE-Zügen sind zudem oft mit einer dünnen Metallschicht versehen, die Wärmeisolierung bietet, aber Mobilfunksignale nahezu vollständig blockiert. Dadurch dringt nur ein Bruchteil der Signale ins Zuginnere. Die Bahn setzt deshalb zukünftig auf durchlässigeres Glas und hat in etlichen Zügen bereits die Beschichtung der bisher verbauten Scheiben mit Lasertechnik angeritzt, sodass die Funksignale nicht weiter abgeschirmt werden./chd/DP/stk

Aktuelle Vodafone Group Aktie News

Werbung

Vodafone Group Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Vodafone Group nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
DatumRatingAnalyst
04.09.26 Vodafone Group Buy Goldman Sachs Group Inc.
17.08.26 Vodafone Group Halten DZ BANK
28.07.26 Vodafone Group Buy Deutsche Bank AG
28.07.26 Vodafone Group Sell UBS AG
27.07.26 Vodafone Group Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.