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SpaceX-Aktie: Diese drei Risiken könnten Elon Musks Raumfahrtkonzern bis Jahresende belasten


SpaceX-Aktie: Diese drei Risiken könnten Elon Musks Raumfahrtkonzern bis Jahresende belasten

SpaceX ist seit Mitte Juni an der NASDAQ gelistet. Seither ist die Aktie deutlich unter ihr bisheriges Kurshoch gefallen. Drei Faktoren bestimmen, wo der Kurs zum Jahresende steht.

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• S-1-Filing enthält einen Satz zur möglichen Ausgabe "einer erheblichen Menge an Aktien" für künftige Transaktionen
• Marktkapitalisierung betrug beim Börsengang rund 1,75 Billionen US-Dollar
• Analysten sind gespalten

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SpaceX-Bewertung nach dem IPO

Am 12. Juni 2026 debütierte SpaceX an der NASDAQ unter dem Kürzel SPCX. Laut der Preisfestsetzungs-Mitteilung des Unternehmens lag der Ausgabepreis bei 135 US-Dollar, was einer Erstbewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar entsprach und den Börsengang zum größten der Börsengeschichte machte. Der Kurs stieg in den Wochen nach dem Börsenstart zeitweise auf über 225 US-Dollar, bevor er merklich zurückfiel. Die bisherige Handelsspanne seit dem IPO reicht von 147,11 bis 225,64 US-Dollar (Stand: 02. Juli).

Für Anleger, die zum IPO-Preis eingestiegen sind, bedeutet der aktuelle Kurs von rund 162 US-Dollar (Schlusskurs vom 02. Juli). noch immer ein Plus. Wer dagegen nahe dem bisherigen Kurshoch kaufte, sitzt auf einem spürbaren Verlust.

Wann die Haltefristen für SpaceX-Aktien ablaufen

Der zentrale Druckpunkt für die Kursentwicklung in der zweiten Jahreshälfte ist der Lock-up-Zeitplan. Laut dem SEC-Prospekt ist die Lock-up-Struktur ungewöhnlich komplex: SpaceX baute rund zwölf Entsperrungsereignisse zwischen August und Dezember 2026 ein, statt wie üblich eine einzige Freigabe nach 180 Tagen vorzusehen.

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Dem Prospekt zufolge gliedert sich die Freigabe in mehrere gestaffelte Tranchen, die jeweils eine prozentuale Quote der sperrberechtigten Altaktien freisetzen. Ein Performance-Trigger sieht vor, dass 10 Prozent freigeschaltet werden, falls SPCX an fünf von zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen vor den Q2-Ergebnissen mindestens 30 Prozent über dem IPO-Preis schließt, also oberhalb von 175,50 US-Dollar. Zwei Handelstage nach der Q2-Veröffentlichung folgt die nächste Tranche mit 20 Prozent. Anschließend kommen fünf zeitbasierte Tranchen mit je 7 Prozent, die zwischen dem 21. August und Ende Oktober 2026 laufen. Nach den Q3-Ergebnissen werden weitere 28 Prozent freigegeben, bevor am 9. Dezember 2026 die abschließenden 17 Prozent der anspruchsberechtigten Anteile folgen. Die Prozentwerte beziehen sich dabei jeweils auf das Gesamtvolumen der sperrberechtigten Vorab-Anteile, nicht auf die Gesamtzahl aller ausstehenden Aktien.

Elon Musks eigene Beteiligung ist aus dieser Staffelung vollständig herausgelöst. Er unterliegt einem separaten 366-Tage-Lock-up und kann seine Anteile frühestens ab dem 13. Juni 2027 verkaufen. Mehr als 60 Prozent aller Pre-IPO-Anteile, einschließlich seiner, sind bis dahin gesperrt, wie aus dem S-1/A-Filing hervorgeht.

Quartalsergebnisse als SpaceX-Kurskatalysator

Neben dem Lock-up-Kalender werden die Q2- und Q3-Zahlen die Kursdynamik direkt beeinflussen. SpaceX hat als neu notiertes Unternehmen noch keinen längeren Track Record an der Börse, an dem Analysten ihre Modelle kalibrieren konnten. Entsprechend stark können Kursausschläge ausfallen, wenn die tatsächlichen Zahlen vom Konsens abweichen.

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Tesla-Fusion und neue Aktien

Ein weiterer Faktor ist das Risiko einer Aktienverwässerung. In der überarbeiteten S-1-Einreichung bei der SEC hielt SpaceX ausdrücklich fest: "Wir könnten im Zusammenhang mit künftigen Transaktionen eine erhebliche Menge an Aktien ausgeben." Wie Fortune berichtete, werteten Marktbeobachter diesen Satz als zu spezifisch, um ihn als Standardformulierung abzutun. Gary Black, Managing Partner bei The Future Fund LLC, führte den Kursrückgang der Tesla-Aktie am darauffolgenden Montag direkt auf diese Passage im S-1-Filing zurück. Auf der Plattform X schrieb er, eine Fusion der beiden Konzerne ergebe für die Tesla-Aktionäre mathematisch keinen Sinn. Da SpaceX mit einem deutlich höheren Bewertungsmultiplikator gehandelt werde als Tesla, müsste Tesla für die Transaktion massiv neue Anteile ausgeben. Eine solche Zusammenführung würde die bestehenden Tesla-Anteilseigner laut Blacks Berechnung um rund 35 Prozent verwässern, da das günstigere Tesla-KGV durch die teure SpaceX-Bewertung massiv unter Druck geriete.

Der Hintergrund: Im Januar 2026 investierte Tesla laut SpaceX-S-1-Filing zwei Milliarden US-Dollar in xAI über den Kauf von xAI-Series-E-Aktien, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen. Am 2. Februar 2026 schloss SpaceX die Übernahme von xAI ab, womit xAI eine hundertprozentige Tochtergesellschaft wurde. Im Zuge des Mergers und nach der FTC-Freigabe wandelte sich Teslas Investitionsrecht in einen Anspruch auf SpaceX-Klasse-A-Aktien um. Zum 1. Mai 2026 hält Tesla dem S-1 zufolge 18.990.195 Aktien der Klasse A, was weniger als einem Prozent der ausstehenden Aktien nach dem Börsengang entspricht. Eine vollständige SpaceX-Tesla-Fusion bleibt Spekulation, würde aber bei einer großen Neuemission bestehende Aktionäre anteilig verwässern.

SpaceX-Bewertungsprognose für Jahresende 2026

Das größte übergeordnete Risiko für die Aktie bleibt die fundamentale Bewertung, hier ist das Analystenlager tief gespalten. Während Optimisten wie Oppenheimer-Analyst Timothy Horan das Kursziel am 18. Juni 2026 von 190 auf 250 US-Dollar anhoben (mit Verweis auf das KI-Wachstum), warnt die Gegenseite vor massiver Überbewertung. Laut MarketBeat reicht die extreme Bandbreite der 14 abgedeckten Analysten hinab bis auf 115 US-Dollar (CFRA, Verkaufsempfehlung). Diese enorme Kluft zeigt das Risiko: Verfehlt SpaceX die extrem hohen langfristigen Wachstumsannahmen auch nur minimal, droht laut den Bären ein heftiger Kurssturz.

Paul Schütte, Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Wirestock Creators / Shutterstock.com, Kevork Djansezian/Getty Images

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DatumRatingAnalyst
10:51 SpaceX Buy UBS AG
07.07.26 SpaceX Buy Deutsche Bank AG
07.07.26 SpaceX Overweight JP Morgan Chase & Co.
07.07.26 SpaceX Outperform Bernstein Research
07.07.26 SpaceX Outperform RBC Capital Markets