Branche: Keine Erholung bei britischer Lastwagenfahrerkrise in Sicht


LONDON (dpa-AFX) - Die britische Logistikbranche rechnet nicht mit einer schnellen Erholung des akuten Mangels an Lastwagenfahrern. "Von unseren Mitgliedern hören wir, dass sich die Lage überhaupt noch nicht beruhigt hat", sagte Duncan Buchanan vom Branchenverband Road Haulage Association am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss. Zwar seien eine Reihe von Maßnahmen angeschoben worden, etwa die Aufstockung von Ausbildungsangeboten und Fahrprüfungen. "Aber in der Praxis hat das bislang keinen großen Effekt."

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Der eklatante Mangel an Fahrern, den der Verband auf rund 100 000 fehlende Kräfte schätzt, hat in den vergangenen Wochen zu massiven Problemen in Großbritannien geführt. Etliche Supermarktregale blieben leer, Tankstellen ging der Sprit aus. Um den akuten Notstand zu bekämpfen, setzte die Regierung das Militär ein und gewährte einige Tausend temporäre Visa für ausländische Arbeitskräfte.

Aus aktuellen Zahlen des britischen Statistikamtes geht hervor, dass die Zahl der Lastwagenfahrer in den vergangenen vier Jahren um 53 000 gefallen ist. Der größte Anteil davon sind Fahrer, die in Rente gegangen sind. Zahlreiche Beschäftigte in der Branche, die aus der EU stammten, sind zudem während der Pandemie und nach dem Brexit in ihre Heimatländer zurückgekehrt.

/swe/DP/stw

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