Branchenverband alarmiert wegen US-Plänen von Globalfoundries


DRESDEN (dpa-AFX) - Der Branchenverband Silicon Saxony verlangt angesichts der Investitionspläne von Globalfoundries in den USA ein schnelleres Handeln in Europa. Die US-Pläne des Chipherstellers seien für Europa "weit mehr als ein Weckruf", erklärte der Geschäftsführer des Verbandes, Frank Bösenberg, am Dienstag.

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Hintergrund ist die geplante Neuauflage des europäischen Beihilfe-Programms IPCEI für die Mikroelektronik. Mit dem Programm soll die hiesige Industrie den Rückstand zu Asien und den USA aufholen.

"Die Industrie in Europa braucht jetzt eine verbindliche Zusage über eine öffentliche Ko-Finanzierung. Nur so hat sie Argumente, um die Investitionen für geplante Kapazitätserweiterungen in Europa zu sichern. Anderenfalls bauen Chip-Unternehmen ihre Standorte außerhalb Europas weiter aus, wo Staaten ebenfalls ein strategisches Interesse an einer starken Halbleiterindustrie haben und deshalb Förderung bereitstellen", so Bösenberg.

Globalfoundries ist auch in Dresden ansässig und hat dort bereits einen Ausbau der Fertigungskapazitäten erklärt. Verbunden ist das allerdings mit der Hoffnung auf entsprechende Suventionen. Das Unternehmen will die Produktion in seiner Dresdner Fabrik hochfahren und dafür rund eine Milliarde Dollar (gut 842 Millionen Euro) investieren sowie die Zahl der jährlich produzierten Wafer auf gut 800 000 verdoppeln./bz/DP/he

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