Brantner kritisiert Israels Militärschläge im Libanon scharf


BERLIN (dpa-AFX) - Grünen-Chefin Franziska Brantner kritisiert das militärische Vorgehen Israels im Libanon scharf. "Dort wird ein Land, ein ganzer Streifen unbewohnbar gemacht", sagte sie in Berlin. Begriffe wie Pufferzone, Sicherheitszone und Evakuierung seien beschönigend.

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Brantner sieht Vorgehen als unverhältnismäßig

Es sei furchtbar, dass die Hisbollah-Miliz sich im Februar den Angriffen des Irans auf Israel angeschlossen habe, sagte Brantner. Das sei verheerend für die Menschen im Norden Israels, aber auch für die libanesische Bevölkerung gewesen, und es sei verständlich, dass Israel darauf reagiert habe. Das Vorgehen des israelischen Militärs gehe inzwischen aber weit darüber hinaus. Zivilisten und Zivilistinnen würden massiv beschossen, das werde nur zu mehr Verzweiflung und Radikalisierung führen.

Schon heute sei ein Fünftel des Libanons besetzt, mehr als eine Million Menschen vertrieben, unterstrich Brantner. Zugleich habe sich die libanesische Regierung klar zum Frieden und der Entwaffnung der Hisbollah bekannt. Europa solle sich stärker für Frieden einsetzen, hier müsse sich auch die Bundesregierung einbringen.

Die Lage zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon hatte sich zuletzt dramatisch zugespitzt. Trotz einer offiziellen Waffenruhe geht der Krieg weiter. Zuletzt wiesen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und sein Verteidigungsminister Israel Katz die Armee an, "terroristische Ziele der Hisbollah" in Beiruts Vororten anzugreifen, wie es in einer Mitteilung von Netanjahus Büro hieß./hrz/DP/jha

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