Britische Regierung will Hotel-Quarantäne für Einreisende


LONDON (dpa-AFX) - Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus plant die britische Regierung eine verpflichtende Quarantäne für Einreisende. Allerdings ist noch nicht klar, ob die Vorschrift für alle internationalen Ankünfte gelten soll, also auch für Menschen aus Deutschland, oder nur für Einreisen aus Hochrisikogebieten. Wegen neuer Corona-Varianten in Südafrika und Brasilien stehen vor allem das südliche Afrika und Südamerika im Fokus. Premierminister Boris Johnson wollte am Dienstag mit seinem Corona-Kabinett über die Frage beraten. Der für die Impfkampagne zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi kündigte noch für denselben Tag eine Mitteilung an.

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Vertreter der Luftfahrtbranche warnten, noch strengere Maßnahmen seien "katastrophal". Die Hotel- und Reisebranche zeigten sich hingegen offen und boten ihre Unterstützung an. Die Kosten für die verpflichtende Quarantäne sollen die Reisenden selbst übernehmen. Nach Berechnungen britischer Medien müssten sie für zehn Tage mit rund 1000 Pfund (1125 Euro) rechnen.

Es sei richtig zu handeln, sagte Zahawi dem Sender Sky News. Das Land müsse "sehr vorsichtig" sein angesichts neuer Corona-Mutationen. Noch immer würden landesweit etwa 37 000 Corona-Patienten in Kliniken behandelt, doppelt so viele wie in der erste Welle im Frühling. Schätzungen zufolge sind mittlerweile mehr als 100 000 Menschen im Vereinigten Königreich mit oder an Covid-19 gestorben.

Bereits jetzt müssen sich Passagiere nach ihrer Einreise für zehn Tage selbst isolieren. Allerdings sollen sich zahlreiche Menschen nicht an die Vorschriften halten.

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