Bund: Stade und Lubmin Standorte für weitere Flüssigerdgasterminals
Von Andrea Thomas
BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung hat sich für Stade und Lubmin als weitere Standorte für vom Bund angemietete schwimmende Flüssigerdgasterminals (FSRU) entschieden. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wird der Standort Stade voraussichtlich ab Ende 2023 zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Betreiber wird die Anlage auf See vor Lubmin frühestens ab Ende 2023 zur Verfügung stehen. Damit hat die Bundesregierung insgesamt vier solcher Terminals für Flüssigerdgas (LNG) gemietet.
Die ersten beiden Flüssigerdgasterminals sollen bereits zum Jahreswechsel 2022/23 in Wilhelmshaven und Brunsbüttel eingesetzt werden. In Lubmin soll zudem bis Ende 2022 ein weiteres, fünftes FSRU-Terminal durch ein privates Konsortium entstehen.
"Bund und Länder arbeiten im intensiven Austausch und mit höchster Priorität an der Umsetzung und Fertigstellung der Standorte für die vier Flüssigerdgasterminals. Wir müssen innerhalb kürzester Zeit eine neue Infrastruktur aufbauen, um russisches Gas so schnell es geht ersetzen zu können", erklärte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).
Es sei eine sehr gute Nachricht, dass zusätzlich zu den vier Bundes-Schiffen jetzt noch ein fünftes privates Regaszifizierungsschiff hinzukomme.
"Damit können wir die Menge, die angelandet werden kann, noch mal erhöhen und so die Versorgungssituation verbessern", so Habeck.
Nun gelte es, dass sich alle vor Ort um den beschleunigten Bau der nötigen Infrastruktur für Flüssiggas bemühen. Dies sei nicht einfach und es gelte Hürden zu nehmen. "Letztlich müssen wir ein Tempo vorlegen, das es so in Deutschland noch nicht gab", mahnte Habeck.