Bundesamt warnt vor Cyberangriffen auf Impfstoff-Versorgung


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BONN (dpa-AFX) - Die Corana-Pandemie hat nach Angaben des des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe auf Unternehmen erhöht. Cyberkriminelle hätten flexibel auf die Pandemie reagiert und nutzten die allgemeine Verunsicherung der Unternehmen und der Bevölkerung gezielt aus, warnte BSI-Präsident Arne Schönbohm am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung eines gemeinsamem Lagebilds der deutschen und der französischen IT-Sicherheitsbehörde. In beiden Ländern habe der coronabedingte Digitalisierungsschub für mehr Angriffsflächen gesorgt.

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Insbesondere das Gesundheitswesen in beiden Ländern stehe vor der großen Herausforderung, die Pandemie zu bekämpfen und sich gleichzeitig wirksam gegen mögliche Cyberangriffe zu wappnen. "Denn Kliniken, Impfstoffhersteller und deren Lieferketten stehen zunehmend im Fokus von Cyber-Kriminellen", sagte Schönbohm laut Mitteilung. Ausfälle in diesen Bereichen könnten verheerende Folgen haben.

In der vergangenen Woche hatten unbekannte Hacker bei einem Angriff auf das IT-System der Europäischen Arzneimittel-Behörde EMA mit Sitz in Amsterdam illegal Dokumente über den Corona-Impfstoff der Mainzer Firma BioNTech und des US-Pharmariesen Pfizer erbeutet. Die Behörde hatte von "einigen Dokumenten" berichtet, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsantrag für den Impfstoff bei dem Angriff gestohlen worden seien.

Die Cyber-Sicherheitsbehörde in Deutschland und Frankreich hätten einige Maßnahmen ergriffen, um die Cyber-Sicherheitslage im Gesundheitswesen zu verbessern, sagte Schönbohm. Schon im Frühjahr seien die Impfstoff-Hersteller für Gefahren durch Cyber-Kriminelle sensibilisiert worden. Mit der Bundesregierung sei das BSI intensiv im Gespräch über den Schutz der Logistikketten für Impfstoffe. "Auch die Unternehmen müssen ihren Teil dazu beitragen, etwa durch angemessene Investitionen in die Informationssicherheit", forderte Schönbohm.

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Schon vor Beginn der Pandemie hätten beide Behörden eine gesteigerte Aggressivität der Erpressungsmethoden sowie immer mehr Fälle von hochprofessionellen und gezielten Angriffen auf zahlungskräftige Ziele festgestellt, heißt es in der Mitteilung.

/hff/DP/jha

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16.09.26 BioNTech (ADRs) Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.09.26 BioNTech (ADRs) Buy Jefferies & Company Inc.
04.09.26 BioNTech (ADRs) Buy Goldman Sachs Group Inc.

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