Bundesnetzagentur kritisiert bereitgestellte Internetgeschwindigkeit
BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesnetzagentur hat in ihrem jährlichen Bericht zur Breitbandmessung Kritik an der Netzgeschwindigkeit für Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse geübt. "Die Ergebnisse sind noch nicht zufriedenstellend. Kunden erreichen weiterhin oft nicht die versprochene Internetgeschwindigkeit", sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Der Bericht untersuchte den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021.
Demnach erhielten im Festnetz 83,5 Prozent der Nutzer über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg im Download mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Bei lediglich 36,5 Prozent der Nutzer wurde diese voll erreicht oder überschritten. Laut Bundesnetzagentur waren 80,3 Prozent der Kunden mit der Leistung ihres Breitbandanschlusses zufrieden und vergaben Noten von 1 bis 3. Weniger als 10 Prozent der Kunden bewerteten ihren Anschluss mit den Noten 5 oder 6.
Im Mobilfunk lag das generelle Niveau erneut deutlich unter dem im Festnetz. Laut der Untersuchung erhielten über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg im Download 20,1 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten geschätzten maximalen Datenübertragungsrate. Bei lediglich 2,6 Prozent der Nutzer wurde diese voll erreicht oder überschritten. Wie im Festnetz zeigen sich bei den Anbietern Unterschiede. Insgesamt bewerteten drei Viertel der Mobilfunk-Endkunden die Anbieter mit Noten von 1 bis 3.