Chemieindustrie erwartet 2024 weiteren Umsatzrückgang - keine rasche Erholung


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FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Chemie- und Pharmaindustrie in Deutschland schaut nach einem Krisenjahr pessimistisch auf 2024. Sowohl die Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate seien negativ, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Freitag in Frankfurt mit. Er erwartet, dass der Branchenumsatz 2024 um drei Prozent zum Vorjahr sinkt. In der Chemie werde die Produktion mangels Aufträgen voraussichtlich stagnieren.

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Deutschlands drittgrößte Industriebranche hat wegen des Energiepreisanstiegs im Zuge des Ukraine-Kriegs und der schwachen Konjunktur schwierige Zeiten hinter sich. Im laufenden Jahr fiel der Umsatz der Chemie- und Pharmabranche um 12 Prozent auf rund 230 Milliarden Euro. Die Produktion brach um 8 Prozent ein und in der Chemie alleine betrachtet um 11 Prozent. Der Branchenprimus BASF etwa kündigte den Abbau Tausender Stellen an, legt energieintensive Anlagen im Stammwerk Ludwigshafen still und gliedert Sparten aus.

Eine rasche Erholung zeichnet sich laut VCI nicht ab. In einer Mitgliederumfrage unter rund 350 Unternehmen rechnen 45 Prozent der Firmen frühestens 2025 mit einer Besserung der Lage. Ein Drittel erwartet immerhin eine Erholung im zweiten Halbjahr 2024. Der Umfrage zufolge beklagen knapp 40 Prozent Gewinneinbrüche, rund 15 Prozent schreiben demnach rote Zahlen.

"Je länger diese Situation anhält, desto mehr müssen wir damit rechnen, dass weitere Anlagen stillgelegt werden", warnte VCI-Präsident Markus Steilemann. Auch der Ausstieg aus defizitären Geschäftsfeldern, Investitionsverlagerung ins Ausland oder Personalabbau seien nicht auszuschließen. In diesem Jahr blieb die Beschäftigung aber stabil bei rund 477 000 Menschen./als/mne/jha/

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