Chemieindustrie: Streiks bei Bahn belasten Standort Deutschland schwer


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Chemieindustrie warnt vor den Folgen der wiederholten Streiks der Lokführergewerkschaft GDL für die Wirtschaft. "Mit solchen Aktionen wird der ohnehin schon angeschlagene Wirtschaftsstandort Deutschland weiter schwer belastet. Stillstand auf der Schiene können wir uns einfach nicht mehr leisten", sagte Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Er appellierte an die Beteiligten, "nach Monaten der Verhandlung endlich einen tragbaren Kompromiss zu finden".

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Für die chemisch-pharmazeutische Industrie bedeuteten die von der GDL angekündigten Bahnstreiks "ohne ausreichend Vorwarnung" erneut eine große logistische Herausforderung. Die Branchenunternehmen setzten alles daran, dass ihre Transporte möglichst reibungslos verliefen. "Die durch den Ausstand verursachten Einschränkungen und Verzögerungen in der Bahnlogistik sind aber nur schwer zu kompensieren", sagte Große Entrup.

Die Bahn habe für die Branche große Bedeutung bei der Versorgung mit Rohstoffen und dem Versand von Zwischen- und Fertigprodukten. Im Tagesdurchschnitt befördern deutsche Chemieunternehmen rund 155 000 Tonnen Chemikalien, davon 23 000 Tonnen per Bahn, erklärte der VCI auf Basis von Zahlen für 2022.

Die GDL hat im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn zum nächsten Streik aufgerufen. Im Personenverkehr soll es am Dienstagmorgen ab 2.00 Uhr für 24 Stunden losgehen, im Güterverkehr bereits ab Montagabend um 18.00 Uhr. Die Bahn will den Ausstand gerichtlich stoppen und hat dazu vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt einen Eilantrag auf einstweilige Verfügung eingelegt.

/als/DP/ngu

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