Chicagoer Einkaufsmanagerindex fällt unerwartet deutlich
CHICAGO (Dow Jones)--Die Stimmung der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hat sich im Mai spürbar eingetrübt. Der Indikator fiel auf 40,4 Punkte, wie die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager mitteilte. Im April stand der Index bei 48,6 Punkten. Volkswirte hatten einen Wert von 47,0 Punkten erwartet.
Der Frühindikator liegt damit den neunten Monat in Folge unter der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert somit eine wirtschaftliche Abschwächung in der für die US-Konjunktur wichtigen Metropolregion.
Alle Subindizes schwächten sich im Mai ab. Der Index für die Produktion sackte um 8,3 Punkte ab, womit die Erholung aus dem April verloren ging. Der Subindex für den Auftragseingang fiel um 6,0 Punkte auf den zweitniedrigsten Wert seit Juni 2020. Der Index für den Auftragsbestand brach um 15,1 Punkte ein.
Der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago wird von Beobachtern mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt, da er Rückschlüsse auf den landesweiten Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) zulässt. Befragt werden 200 für den Einkauf verantwortliche Manager aus dem verarbeitenden Gewerbe der Region.