Christian Scheid-Kolumne

Jede Menge Pakete


Jede Menge Pakete | finanzen.net

Der Paketboom in der Corona-Krise hat der Deutschen Post DHL prächtige Geschäfte beschert.

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2020 kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 4,1 Mrd. auf 4,8 Mrd. Euro. Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 66,8 Mrd. Euro zu. Weil stationäre Geschäfte zeitweise geschlossen und die Menschen viel daheim waren, gingen die Internetbestellungen durch die Decke - und damit auch die Paketsendungen. Marktführer DHL transportierte 2020 in Deutschland 1,83 Mrd. Pakete - deutlich mehr als 2019 (1,59 Mrd.). Dieses Jahr dürfte es den nächsten Höchstwert geben, auch wenn der Anstieg etwas abflachen dürfte. Nach dem Rekordergebnis gibt die Deutsche Post ihren Aktionären viel Geld zurück: Zum einen kündigte der Konzern Aktienrückkäufe von bis zu einer Mrd. Euro an, die bereits im März starten sollen. Zum anderen kehrt der Logistikkonzern überraschend viel Dividende aus. Die Bonner erhöhen ihre Ausschüttung von 1,15 auf 1,35 Euro je Aktie. Analysten hatten im Schnitt nur 1,24 Euro auf dem Plan. Auch der Ausblick überzeugt: Das Unternehmen möchte 2021 das Ebit auf mehr als 5,6 Mrd. Euro steigern, ein Plus von rund 17 Prozent. Mittelfristig, also bis 2023, peilt Konzernchef Frank Appel ein Ergebnis von mehr als sechs Mrd. Euro an. Nicht zuletzt aufgrund der positiven Aussichten hat der DAX-Titel noch Luft nach oben. Das durchschnittliche Kursziel von 15 Analysten liegt aktuell bei 49,74 Euro und somit knapp neun Prozent über der aktuellen Notiz. Sogar 14,3 Prozent sind im Juni 2021 mit einem Discount Call von HVB onemarkets drin - und dazu muss die Aktie noch gar nicht mal steigen. Kurse von 40 Euro oder mehr reichen, um die Maximalrendite zu erreichen (ISIN DE000HR4ZNE5).

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Wolfgang Raum ist seit Mitte 2005 Chefredakteur des ZertifikateJournal Deutschland. Insgesamt kann Raum auf mehr als 15 Jahre Berufserfahrung im Kapitalmarkt-Journalismus verweisen. Unter anderem war der 41-Jährige mehr als fünf Jahre für das Anlegermagazin CAPITAL Depesche verantwortlich. Neben seiner wöchentlichen Kolumne in der "Euro am Sonntag" ist er regelmäßig als Experte in TV-Shows zu Gast, beispielsweise bei Bloomberg.TV und der 3satBörse. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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02.09.26 DHL Group (ex Deutsche Post) Kaufen DZ BANK
02.09.26 DHL Group (ex Deutsche Post) Neutral UBS AG
24.08.26 DHL Group (ex Deutsche Post) Market-Perform Bernstein Research

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