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Nach dem Chip-Ausverkauf: Aktien von AMD und Marvell führen die Erholung an


Nach dem Chip-Ausverkauf: Aktien von AMD und Marvell führen die Erholung an

Der Sektor kämpfte kürzlich noch mit einem Abgabedruck. Doch inzwischen geht es für Halbleiter-Aktien wieder nach oben. Dabei stehen zwei Papiere besonders im Fokus.

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• Experten sind optimistisch für Marvell und AMD
• Ölpreis und Fed-Zinsentscheid im Blick
S&P 500-Aufnahme für Marvell voraus
Marvell Technology und AMD haben die Erholung im Halbleitersektor angeführt. Marvell legte innerhalb einer Woche um 10,33 Prozent zu, während es für AMD um 15,06 Prozent nach oben ging. Beide Titel hatten zuvor deutlich unter dem sektorweiten Abverkauf gelitten, der nach einem verhaltenen KI-Umsatzausblick von Broadcom eingesetzt hatte. Die Gegenbewegung fällt damit umso schärfer aus: Marvell notiert im laufenden Jahr rund 228 Prozent über dem Stand vom Jahresanfang, AMD legt auf Jahressicht gut 137 Prozent zu.
Zur Wochenmitte ging es für die Marvell-Aktie via NASDAQ im Handel um 3,90 Prozent nach oben auf 289,54 US-Dollar. Die Papiere von AMD legten derweil um 1,02 Prozent zu auf 512,48 US-Dollar.

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Optimistische Analysten

Hinter dem Kurssprung bei Marvell steckt mehr als eine sektorweite Kauflaune. B. Riley hob das Kursziel für den Halbleiterspezialisten kürzlich auf 345 US-Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung. Als Argumente nennt das Haus den CFO-Wechsel zu Dan Durn, die bestätigte Ergebnisausrichtung für die kommenden Quartale sowie die Fantasie rund um die Aufnahme in den S&P 500.

AMD profitierte zuletzt von einer grundlegenden Neubewertung durch die Citigroup. Die Analysten stufen den Konzern nun als primäres GPU-Unternehmen ein und heben ihre Gewinnschätzungen für den Zeitraum 2026 bis 2028 um 12 bis 13 Prozent über den bisherigen Konsens an. Wolfe Research bestätigte gleichzeitig das Aufwärtspotenzial.

Makro: Ölpreis, Fed und Risikoappetit

Zusätzlich stehen zwei Makrofaktoren im Fokus, die die Stimmung im Halbleitersektor beeinflussen. Erstens: Das vorläufige Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran drückte den Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent erstmals seit Anfang März unter 80 US-Dollar je Fass, WTI rutschte auf rund 76 US-Dollar ab. Günstigere Energiepreise lindern die Inflationssorgen und machen Wachstumswerte wie Halbleiter für Anleger attraktiver. Zweitens: Heute Abend um 20:00 Uhr MEZ hatte die Fed ihren Zinsentscheid, die erste Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Der Leitzins lag zuvor bei 3,50 bis 3,75 Prozent. In der heutigen Sitzung wurde dieser nicht angepasst. Futures preisen für 2026 derzeit keine Senkung mehr ein, einige Marktteilnehmer diskutieren sogar eine Erhöhung. Für hochbewertete Halbleiterwerte bedeutet das: Bleibt die Fed restriktiv, steigt der Druck auf die Bewertungen. Dazu kommt, dass Anleger vor der Sitzung bereits Risiko aus dem Portfolio nahmen, was den Kursanstieg von Marvell und AMD in der laufenden Woche zusätzlich einordnet: Die Bewegung geschah trotz, nicht wegen, eines entspannten Zinsumfelds.

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Nächster Termin: S&P 500-Aufnahme

Am 22. Juni 2026 tritt Marvell Technology in den S&P 500 ein. Die Aufnahme setzt das Signal, dass Marvell die Profitreifekriterien erfüllt, und löst zugleich technische Nachfrage durch Indexfonds aus, die den Titel neu oder höher gewichten müssen. Ob dieser Effekt den Kurs trägt oder bereits eingepreist ist, dürfte sich in den Handelstagen rund um den Aufnahmetermin zeigen.

Evelyn Schmal, Martina Köhler, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: JHVEPhoto / Shutterstock.com, JHVEPhoto / Shutterstock.com

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25.06.26 AMD (Advanced Micro Devices) Buy UBS AG
17.06.26 AMD (Advanced Micro Devices) Outperform Bernstein Research
01.06.26 AMD (Advanced Micro Devices) Overweight Barclays Capital
06.05.26 AMD (Advanced Micro Devices) Kaufen DZ BANK
06.05.26 AMD (Advanced Micro Devices) Buy Jefferies & Company Inc.