Corona-Variante im Blick

JPMorgan beurteilt Sorge um Delta-Variante: Wie Anleger jetzt reagieren sollten


JPMorgan beurteilt Sorge um Delta-Variante: Wie Anleger jetzt reagieren sollten

Trotz fortschreitender Impfdurchdringung der Bevölkerung bringt die Delta-Variante des COVID-19-Virus Corona-Sorgen zurück an die internationalen Finanzmärkte. Die Experten der US-Großbank JPMorgan raten Anlegern aber zu Gelassenheit.

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• Delta-Variante wird in vielen Ländern zunehmend dominant
• JPMorgan sieht ähnliche Anlegerreaktion wie im Februar
• Erholung bei Value-Aktien voraus?

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Erstmals in Indien aufgetreten, ist die Delta-Variante des Corona-Virus weltweit auf dem Vormarsch und wird in vielen Ländern zunehmend dominanter. Ihr Einfluss auf die Finanzmärkte dürfte aber überschaubar bleiben, glauben Experten der US-Bank JPMorgan.

Keine begründete Sorge um die Aktienmärkte

"Die Delta-Variante sollte aufgrund der Immunität der Bevölkerung keine signifikanten Auswirkungen auf die Pandemiesituation in entwickelten Märkten (z. B. Europa und Nordamerika, die bei Impfungen große Fortschritte [gemacht] haben", schreiben die Strategen unter der Leitung von Chief Global Marktstratege Marko Kolanovic in einer Marktnotiz, über die "MarketWatch" berichtet. Ihrer Ansicht nach stellt die Virusvariante damit kein nennenswertes Risiko für die Märkte dar.

Die Märkte hätten mit ähnlichen Ängsten auf die Delta-Variante reagiert, wie zuvor auf die zuerst in Großbritannien aufgetretene Alpha-Variante - nämlich mit einem Abverkauf von Value-Aktien und einem Rückgang der Renditen. JPMorgan zufolge sei dies aber nicht gerechtfertigt, weshalb die Experten in diesen Bereichen auch eine baldige Erholung vorhersagen, wie sie bereits zu Jahresbeginn zu sehen war: "Die Situation ähnelt der B.1.1.7-Situation vom Februar, als eine defensive Positionierung (Anleihen, Wachstumsaktien) in Erwartung des Untergangs zu einer einmonatigen Rally bei Anleiherenditen, Value- und zyklischen Aktien und einem Rückgang von Anleihen und Wachstumsaktien führte", werden die Analysten zitiert.

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Value-Aktien könnten erneut profitieren

Diese Gegenreaktion könnte nun erneut eintreten, glaubt das JPMorgan-Team und verweisen dabei auch auf die Tatsache, dass die Delta-Sorgen den Ölpreis als einem der sensibelsten Werte im Zusammenhang mit COVID-19 nicht empfindlich belastet hätten. "Wir bekräftigen unsere Ansicht, auf Long-Reflation, zyklische und Value-Trades zu setzen und Wachstums- und defensive Positionen zu verkaufen", fassen sie in ihrer Marktnotiz zusammen.

Im Vorfeld dieser Positionierung hatte das Team Daten aus 15 Ländern analysiert, in denen die Delta-Variante am stärksten auf dem Vormarsch war. Dabei stellten sie fest, dass lediglich in Russland ein deutlicher Anstieg der Sterberate zu verzeichnen gewesen sei, allerdings seien auch nur 14 Prozent der russischen Bevölkerung mit einem Corona-Vakzin geimpft. Sie verweisen daher auf die Wirksamkeit von Impfungen: "Dies steht im Einklang mit den Erkenntnissen, dass Impfstoffe effektiv schlimmere Verläufe bei Infektionen der Delta-Variante verhindern", betonten sie und fügten hinzu, dass meisten Todesfälle bei ungeimpften Personen aufgetreten seien.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Gil C / Shutterstock.com, Yaroslav Mikheev/Getty Images

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25.06.26 JPMorgan ChaseCo Hold Jefferies & Company Inc.
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