Creditreform: Mittelstand leidet weiter unter der Corona-Krise


NEUSS (dpa-AFX) - Der deutsche Mittelstand leidet nach einer Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform weiter massiv unter der Corona-Krise. Auftragslage und Umsätze hätten sich gegenüber dem Vorjahr empfindlich verschlechtert, berichtete die Wirtschaftsauskunftei am Dienstag gestützt auf ihre aktuelle Frühjahrsumfrage, an der sich rund 1300 kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen beteiligten. Der Geschäftsklima-Index im Mittelstand sei auf den niedrigsten Stand seit 2009 abgerutscht.

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Die Lage sei damit ernst, aber nicht hoffnungslos, betonte Creditreform. Denn für den weiteren Jahresverlauf deute sich eine leichte Erholung an: Gut 30 Prozent der Befragten rechneten mit steigenden Auftragsbeständen bis zum Jahresende (Vorjahr: 26,6 Prozent). Nur jeder Sechste erwartet hier Rückschläge.

Auch die Umsatzerwartungen hellten sich wieder etwas auf. Gut 32 Prozent der befragten Unternehmen rechnen im nächsten halben Jahr mit einem Umsatzplus. Rückläufige Umsätze erwarten 17,6 Prozent. Die Erwartungshaltung der Unternehmen sei damit allerdings "noch meilenweit von den Werten der letzten Jahre entfernt", betonte der Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch.

Knapp ein Viertel der Befragten will der Umfrage zufolge die Zahl der Beschäftigten in den nächsten sechs Monaten aufstocken. Nur wenige Unternehmen (7,1 Prozent) planen derzeit einen Stellenabbau./rea/DP/jkr

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