Über 25.550-Punkte-Marke: DAX beendet Rekordhandel weit im Plus - US-Jobdaten stützen

Der deutsche Leitindex setzte sich am Donnerstag an der Frankfurter Börse klar über der 25.500-Punkte-Marke fest. Er konnte gar ein neues Rekordhoch aufstellen.
Mit dem DAX ging es am Donnerstag zur Eröffnung des XETRA-Haupthandels um marginale 0,06 Prozent auf 25.025,13 Punkte abwärts. Im weiteren Verlauf ging es dann kräftig nach oben. Am Nachmittag erzielte er bei über 25.655,82 Punkten ein neues Rekordhoch. Er beendete den Tag letztlich mit einem Plus von 2,16 Prozent bei 25.580,88 Zählern - und damit so hoch wie nie zuvor.
Davor war zuletzt am 13. Januar bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert worden.
Kursverluste in Asien überschatten Donnerstagshandel nicht
Deutliche Kursverluste wurden aus Japan und Südkorea vermeldet. Dort erlitten vor allem Aktien von Chipherstellern heftige Kursverluste. Der Sektor war am Vorabend in den USA schon abverkauft worden. Belastend wirkten unter anderem Pläne von Meta Platforms zum Aufbau eines Cloud-Geschäfts mit dem Ziel, überschüssige KI-Rechenleistung zu verkaufen. Auch nahmen Anleger Gewinne mit, nachdem der Sektor im ersten Halbjahr gut gelaufen war.
Koalition einigt sich auf Reformpaket
Als Stütze für den DAX bleibt die Einigung der Spitzen von Union und SPD auf ein Reformpaket für wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit, die nach zähem Ringen am Vorabend erreicht worden war, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfahren hat.
US-Arbeitsmarktdaten im Blick
Der Beschäftigungsaufbau in den USA fiel im Juni deutlich geringer aus als von Volkswirten angenommen, zudem wurden die Zahlen der Vormonate merklich nach unten korrigiert. Die Arbeitslosenquote gab leicht nach, was jedoch auf eine niedrigere Erwerbsbeteiligung zurückzuführen war. Bei den Löhnen zeigte sich eine Entwicklung im Rahmen der Erwartungen.
Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums wurden im Juni in Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor zusammen 57.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit 115.000 Stellen einen mehr als doppelt so hohen Zuwachs prognostiziert.
Carolin Ludwig, Melanie Schürmann, Alexandra Hesse, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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