Nach US-Arbeitsmarktbericht: DAX setzt sich knapp über 26.000-Punkte-Marke fest
Der DAX konnte sich am Freitagnachmittag trotz neuer starker US-Jobdaten über der psychologisch wichtigen 26.000er-Marke festsetzen.
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Der DAX lag zur Eröffnung der Freitagssitzung marginal im Minus und schaffte am Nachmittag den nachhaltigen Sprung über die 26.000er-Marke. Mit einem Plus von 0,17 Prozent auf 26.046,40 Punkte konnte er letztlich ins Wochenende gehen.
Lage am Ölmarkt bleibt angespannt
Noch am vergangenen Freitag hatte der DAX ein neues Rekordhoch erreicht. Anschließend setzten jedoch vor allem die gestiegenen Ölpreise und höheren Anleiherenditen den Index unter Druck und ließen ihn zeitweise bis auf 25.727 Punkte fallen. Das zwischenzeitliche Wochenminus von mehr als drei Prozent hat sich letztlich etwas verringert.
Angespannt bleibt die Lage am Ölmarkt angesichts des erneut eskalierten Iran-Kriegs. Der Preis für die Nordseesorte Brent bewegt sich weiterhin auf dem höchsten Niveau seit Juni. In Deutschland erreichte zudem der Preis für Superbenzin der Sorte E10 am Vortag einen neuen Höchststand.
Anleihemärkte heben die Stimmung
Für wieder bessere Stimmung sorgten von den Hochs zurückgekommenen Renditen an den Anleihemärkten, wenngleich diese am Morgen wieder ganz leicht anziehen. Auslöser des Zinsrückgang war am Vortag Fed-Gouverneur Christopher Waller. Er sieht endlich erste "desinflationäre Zeichen" und betonte, eine Zinspause im September zu unterstützen, sollten die Inflationsdaten für August die jüngsten Fortschritte im Juni und im Juli bestätigen. In diesem Zusammenhang waren die Blicke auf die US-Arbeitsmarktdaten gerichtet. Die US-Notenbank hat ein Doppelmandat, das zum einen die Eingrenzung der Inflation und zum anderen die Unterstützung des Arbeitsmarktes beinhaltet.
US-Arbeitsmarkt unerwartet stark
Der US-Arbeitsmarkt hat zudem im August überraschend stark zugelegt. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 162.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 53.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 9.000 Jobs nach oben revidiert: Das Ministerium meldete für Juli nun ein Stellenplus von 21.000 und für Juni von 31.000.
Die separat erhobene Arbeitslosenquote stagnierte im August - wie von Ökonomen erwartet - bei 4,1 Prozent. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Unternehmen und Behörden.
Dies erhöht laut Ökonomen die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Anhebung des Leitzinses durch die US-Notenbank Fed.
Letzte DAX-Rekorde
Der DAX hatte am 28. August zuletzt ein Allzeithoch auf Intraday-Basis verzeichnet, als er bis auf 26.618,74 Zähler stieg. Am gleichen Tag erreichte er zum Handelsende bei 26.569,99 Punkten die letzte Bestmarke auf Schlusskursbasis.
Bettina Schneider, Alexandra Hesse, Melanie Schürmann, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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