Unentschlossenheit der Anleger: DAX kaum verändert erwartet - Blick richtet sich auf Berichtssaison
Die Hängepartie am deutschen Aktienmarkt dürfte am Donnerstag weitergehen. Damit dürfte die wichtige Marke von 25.000 Punkten in Reichweite bleiben.
Nach den Vortagesverlusten dürfte der DAX am Donnerstag in der Nähe der wichtigen psychologischen Marke von 25.000 Punkten in den Handel einsteigen.
Seit vergangener Woche schon pendelt das Börsenbarometer in einer engen Spanne um diese runde Marke. Anleger wagen sich nicht aus der Reserve vor dem Beginn der Saison der Quartalsbilanzen.
Dabei sind die asiatischen Vorgaben eher ein Dämpfer: An den Börsen in Fernost geht es größtenteils abwärts, in Japan und Südkorea sind teils kräftige Kursverluste zu sehen.
"Unentschlossenheit der Marktteilnehmer": Berichtssaison könnte für Impulse sorgen
Analyst Martin Utschneider von Robomarkets spricht denn auch von einer "richtungslosen Grundtendenz". Dieser dürfte der DAX auch an diesem Donnerstag treu bleiben, zumal er sich auch am Vortag nicht aus seiner jüngsten Seitwärtsspanne habe lösen können. Das belege eine "ausgeprägte Unentschlossenheit der Marktteilnehmer".
Impulse könnte die Saison der Quartalsbilanzen der Unternehmen setzen, die allerdings erst in der kommenden Woche allmählich Fahrt aufnimmt. Am Donnerstag dürften die Geschäftszahlen der schweizerischen ABB auf den Kurs der Siemens-Aktie abstrahlen.
Erst am Vortag war gleiches bei den Zahlen des niederländischen Schwergewichts ASML zu sehen: Am deutschen Markt rückten damit die Aktien von Infineon und in der zweiten Reihe die Papiere von Ausrüster und Zulieferern wie AIXTRON SE, Siltronic, SUSS MicroTec SE und JENOPTIK nach den Nachrichten in den Fokus.
DAX-Rekordlauf vorerst abgebrochen
Noch Anfang Juli hatte der deutsche Leitindex an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen immer neue Rekordstände markiert. Das aktuelle Allzeithoch stammt vom 6. Juli und liegt bei 25.900,10 Indexpunkten. Mit dem Schlusskurs vom selben Tag von 25.817,89 Zählern ging der DAX auch auf dem höchsten Stand aller Zeiten in den Feierabend.
Benedict Kurschat, Melanie Schürmann, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
Bildquellen: PhotoGranary02 / Shutterstock.com, Stonel / Shutterstock.com
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