Deal voraus?

E.ON-Aktie fester: Übernahmepläne für britischen Versorger Ovo


E.ON-Aktie fester: Übernahmepläne für britischen Versorger Ovo

Der Energieversorger E.ON baut sein Geschäft in Großbritannien mit einem Zukauf kräftig aus.

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Es sei eine Vereinbarung zur Übernahme des britischen Energieanbieters Ovo geschlossen worden, teilte E.ON am Montag in Essen mit. Den Abschluss der Transaktion erwartet E.ON im zweiten Halbjahr 2026, wenn die Behörden zustimmen. Der Nachrichtensender Sky News hatte zuvor über den bevorstehenden Deal berichtet. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an.

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Die E.ON-Aktie legt im XETRA-Handel am Montag zeitweise 1,17 Prozent auf 18,13 Euro zu. Seit Jahresbeginn steht ein Wertzuwachs von gut 12 Prozent zu Buche.

Zum Kaufpreis für Ovo wurden keine Angaben gemacht. Allerdings hatten Analysten während der laufenden Spekulationen in den vergangenen Tagen darauf hingewiesen, dass Ovo seit Jahren Marktanteile verliere und dringend Geld brauche, um die regulatorischen Mindeststandards einzuhalten. Die US-Bank JPMorgan hatte daher mit einem "relativ günstigen Kaufpreis" gerechnet.

Durch die Übernahme steigt die Kundenzahl des DAX-Konzerns auf der Insel schlagartig: Aktuell hat E.ON nach eigenen Angaben 5,6 Millionen, durch Ovo kämen rund 4 Millionen dazu. Insgesamt gibt es im britischen Strommarkt 28 Millionen Haushalte, wobei E.ON auch noch Gaskunden versorgt. Der Konzern zählt Großbritannien zu seinen ertragreichsten Märkten. 2025 verdienten die Essener mit der Energieversorgung dort bereinigt um Sondereffekte, sowie vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) 368 Millionen Euro.

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E.ON hatte in der Vergangenheit den britischen Energiemarkt in einigen Aspekten häufig als Vorbild genannt. Durch den dort geltenden Preisdeckel können Verbraucher etwa vor extremen Preisschwankungen geschützt werden und Energiekonzerne ihre Kosten besser abbilden. Der Preisdeckel wird einmal im Quartal angepasst.

Auch gilt der britische Energiemarkt als verhältnismäßig digitalisiert. Ein Großteil der Haushalte sind mit intelligenten Messsystemen ausgestattet, während hierzulande der Ausbau nur schleppend vorangeht. Mit solchen Systemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben.

Haben Verbraucher einen speziellen Stromtarif abgeschlossen, können sie etwa den Betrieb einer Waschmaschine oder das Laden eines E-Autos in Zeiten mit viel Sonnen- und Windenergie legen, in denen Strom günstiger ist. Zugleich können Netzbetreiber mit den Daten ihr Netz besser steuern, was insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energieerzeugung eine wichtige Rolle spielt.

/lew/jha/

ESSEN (dpa-AFX)

Bildquellen: E.ON, PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images

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28.09.26 EON SE Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.09.26 EON SE Buy UBS AG
01.09.26 EON SE Buy Jefferies & Company Inc.
26.08.26 EON SE Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.08.26 EON SE Buy Jefferies & Company Inc.

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