Deutlich weniger Filialen und Kreditinstitute in Deutschland


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Wegen fortschreitender Digitalisierungen und des Kostendrucks werden in Deutschland immer mehr Bank-Filialen geschlossen. Die Anzahl inländischer Zweigstellen verringerte sich im vergangenen Jahr deutlich um fast 10 Prozent auf 21 712, wie die Deutsche Bundesbank am Montag in Frankfurt mitteilte. Insgesamt wurden in dem Jahr 2388 Zweigstellen geschlossen, nach 2567 im Jahr 2020. Nach Einschätzung der Notenbank spiegelt sich darin eine verstärkte Nutzung von Online-Banking ebenso wider wie Maßnahmen zur Kostenreduzierung.

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Die Zahl der eigenständigen Kreditinstitute sank deutlich um 160 auf 1519 Institute. Dabei spielte allerdings auch das Mitte 2021 in Kraft getretene Wertpapierinstitutsgesetz eine Rolle. Danach gelten 59 ehemalige Wertpapierhandelsbanken sowie Zweigniederlassungen ausländischer Wertpapierhandelsunternehmen nicht mehr als Kreditinstitute im Sinne des Kreditwesengesetzes.

Ohne diesen Effekt betrug der Rückgang aber immer noch 6,0 Prozent gegenüber einem Minus von lediglich 2,2 Prozent im Jahr 2020. Dazu trugen insgesamt 54 Fusionen (im Vorjahr 34) vor allem im Genossenschaftssektor bei. Hinzu kamen 43 Abgänge, vor allem Zweigniederlassungen britischer Wertpapierhandelsbanken aufgrund des Brexits.

"Angesichts der heraufziehenden Wolken am Bankenhimmel durch Zinswende, Abschwächung des Wachstums und Inflation sind die Banken gut beraten, ihre Widerstandskraft durch Kostenbewusstsein und gegebenenfalls Zusammenschlüsse weiter zu erhöhen", mahnte das für Bankenaufsicht zuständige Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank,

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Joachim Wuermeling. Der deutliche Rückgang der Zahl der Institute und Filialen ist aus seiner Sicht ein Zeichen für die anhaltende Dynamik von Konsolidierung und Restrukturierung im deutschen Bankensystem.

Im Ausland verringerten die deutschen Banken die Zahl ihrer Tochterunternehmen von 83 auf 79.

/mar/DP/ngu

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05.08.26 Deutsche Bank Buy Warburg Research

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