Deutsche Exporte steigen im Juni spürbar


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft hat ihre Ausfuhren im Juni spürbar gesteigert. Die Exporteure verkauften kalender- und saisonbereinigt 1,3 Prozent mehr im Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Die Erwartungen wurden damit deutlich übertroffen: Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur ein Plus von 0,4 Prozent erwartet. Die Exporte sind damit den 14. Monat in Folge gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 23,6 Prozent höher.

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Die Importe stiegen im Juni um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht ergab sich ein Anstieg von 27,0 Prozent. Die hohen Zuwächse im Jahresvergleich bei den Ex- und Importen erklären sich vor allem durch das niedrige Außenhandelsniveau des Vergleichsmonats; Ökonomen sprechen von einem Basiseffekt.

Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 1,1 Prozent und die Importe um 10,0 Prozent höher.

Der Außenhandelsüberschuss betrug kalender- und saisonbereinigt 13,6 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von 12,6 Milliarden Euro gerechnet. Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank 22,5 Milliarden Euro. Ökonomen hatten lediglich 13,1 Milliarden Euro erwartet.

DJG/apo/smh

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