Deutsche HVPI-Inflation steigt im April auf 2,9 Prozent


Von Andreas Plecko

DOW JONES--Der Inflationsdruck in Deutschland ist im April gestiegen, was vor allem an erhöhten Energiepreisen im Gefolge des Iran-Krieges lag. Die das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich die Jahresrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) auf 2,9 (Vormonat: 2,8) Prozent. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre vorläufige Schätzung vom 29. April.

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Gegenüber dem Vormonat stieg der HVPI um 0,5 Prozent, womit die vorläufigen Daten ebenfalls bestätigt wurden. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

In der nationalen Berechnung stieg die jährliche Inflationsrate auf 2,9 (Vormonat: 2,7) Prozent. Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Preise um 0,6 Prozent. Die Zahlen entsprachen der ersten Veröffentlichung und den Prognosen von Volkswirten.

"Der erneute Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs hat im zweiten Monat in Folge die Gesamtteuerung verstärkt. Besonders der anhaltende Preisdruck bei Kraftstoffen ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich spürbar", sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Die Preise für Energieprodukte lagen im April um 10,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im März waren diese Preise um 7,2 Prozent gestiegen.

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Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, auch als Kerninflation bezeichnet, lag im April bei 2,3 Prozent.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/kla

(END) Dow Jones Newswires

May 12, 2026 02:09 ET (06:09 GMT)

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