Deutsche HVPI-Inflation zieht im Januar deutlich an
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Inflationsdruck in Deutschland hat zu Jahresbeginn aufgrund von Sonderfaktoren deutlich zugenommen. Die am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Jahresinflation erhöhte sich im Januar auf 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete. Im Dezember waren die Verbraucherpreise noch um 0,7 Prozent gesunken. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre vorläufige Schätzung vom 28. Januar.
Gegenüber dem Vormonat stieg der HVPI um 1,4 Prozent, womit die vorläufigen Daten ebenfalls bestätigt wurden. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).
Der nationale deutsche Verbraucherpreisindex stieg gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Die jährliche Inflationsrate betrug 1,0 Prozent. Die Zahlen entsprachen der ersten Veröffentlichung und den Prognosen von Volkswirten.
Die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze als eine Maßnahme des Konjunkturpakets der Bundesregierung endete zum 31. Dezember 2020. Lediglich für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen gilt weiterhin der ermäßigte Steuersatz. Zum 1. Januar wurde außerdem die CO2-Steuer eingeführt.