Deutsche Industrie boomt im September - Servicesektor schrumpft


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft ist im September dank einer boomenden Industrie auf Wachstumskurs geblieben. Der Servicesektor verlor allerdings den zweiten Monat in Folge an Dynamik und verzeichnete Geschäftseinbußen. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank im Ergebnis auf 53,7 Zähler von 54,4 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung mitteilte.

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Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf ein Schrumpfen. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 56,6 Zähler von 52,2 im Vormonat. Volkswirte hatten im Mittel nur einen Indexanstieg auf 52,6 prognostiziert. Der Index für den Servicesektor fiel hingegen auf 49,1 Punkte von 52,5 im Vormonat. Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg auf 52,9 erwartet.

"Die steigenden Infektionszahlen decken sich mit der etwas weniger optimistischeren Stimmung im Servicesektor", sagte IHS-Markit-Ökonom Phil Smith. "Demgegenüber konnten die Industrieunternehmen anscheinend jegliche Sorgen hinsichtlich potenzieller Restriktionen im In- oder Ausland abschütteln, sodass die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist wieder so positiv ausfielen wie zuletzt vor über zweieinhalb Jahren."

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