Deutsche Kfz-Versicherer schreiben wieder schwarze Zahlen


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BERLIN (dpa-AFX) - Die deutschen Kfz-Versicherer sind nach mehreren Verlustjahren 2025 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Weil die Anbieter bei ihren Prämien an der Preisschraube drehten und schwere Unwetter sowie andere Naturkatastrophen ausblieben, gingen nur 96 Prozent der Beitragseinnahmen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb drauf, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch in Berlin mitteilte.

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Im Vorjahr hatte die Quote mit 104 Prozent noch deutlich im roten Bereich gelegen, im Jahr 2023 lag sie sogar über 111 Prozent. Entsprechend schrieben die Kfz-Versicherer Verluste in Milliardenhöhe. Der Markt für Kfz-Versicherungen ist hart umkämpft, denn für viele Anbieter sind diese Verträge der Dreh- und Angelpunkt, um den Kunden weitere Versicherungsverträge zu verkaufen.

Allerdings hat die Sparte seit Jahren mit starken Kostensteigerungen zu kämpfen. "Seit 2015 sind die Ersatzteilpreise um mehr als 80 Prozent gestiegen", klagt der GDV. Die allgemeinen Verbraucherpreise hätten hingegen nur um rund 30 Prozent zugelegt. Wegen der immer teureren Schäden hatten die Kfz-Versicherer die Prämien zuletzt deutlich angehoben: Im Jahr 2025 stiegen die Beitragseinnahmen der Branche laut GDV um 13,4 Prozent auf 38,6 Milliarden Euro.

Dass dabei nach Jahren wieder ein Gewinn herauskam, ist nach Ansicht der GDV-Spitze kein Grund zur Entwarnung: So dürften sich Klimaschäden durch extreme Wetterereignisse zunehmend in der Schadenbilanz niederschlagen.

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Auch insgesamt konnte die deutsche Versicherungsbranche ihre Einnahmen 2025 deutlich steigern. Über alle Geschäftszweige hinweg wuchsen die Beitragseinnahmen um 6,6 Prozent auf 254 Milliarden Euro. Während die Schaden- und Unfallversicherung um 7,7 Prozent und die private Krankenversicherung um 7,3 Prozent zulegten, betrug der Anstieg in der Lebensversicherung nur 5,1 Prozent.

Für das laufende Jahr rechnet der Verband insgesamt mit einem Beitragsplus von 4,7 Prozent. Besonders deutlich dürften die Einnahmen in der privaten Krankenversicherung steigen: Hier erwartet der Verband einen Anstieg um 10,5 Prozent. In der Schaden- und Unfallversicherung erwartet er eine Steigerung um 5,2 Prozent, in der Lebensversicherung um lediglich 1,1 Prozent./stw/err/mis

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