Deutsche Wirtschaft in Russland kritisiert neue US-Sanktionen


MOSKAU (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft in Russland hat die neuen US-Sanktionen gegen das Riesenreich als "kontraproduktiv" kritisiert. "Die neuen wie die alten Sanktionen werden auf dem Rücken der Menschen und der Unternehmen ausgetragen", teilte die deutsch-russische Auslandshandelskammer (AHK) am Donnerstag in Moskau mit. "Immer weiter an der Sanktionsspirale zu drehen, wie die USA es tun, ist eine kontraproduktive Sackgasse."

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Die Kammer warnte davor, dass sich die Energiegroßmacht Russland mit ihrem wichtigen Markt wirtschaftspolitisch zunehmend vom Westen ab- und China zuwende. "Statt Sanktionen ist politscher Dialog gefragt", hieß es in der Mitteilung.

Washington wies am Donnerstag als Vergeltung für einen Moskau zugeschriebenen Hackerangriff und die Einmischung in die US-Wahlen zehn russische Diplomaten aus und verhängte eine Reihe neuer Sanktionen. So wird etwa US-Finanzunternehmen der Handel mit russischen Staatsschulden verboten, die ab Mitte Juni ausgestellt werden.

Registriert sind in Russland der AHK zufolge rund 4000 deutsche Unternehmen. Rund 90 Prozent davon sprachen sich in einer Umfrage für einen Abbau der Wirtschaftssanktionen aus./mau/DP/he

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