Deutschland: Einfuhrpreise steigen weniger stark - Energie bleibt Preistreiber


WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Anstieg der Preise für nach Deutschland importierte Güter hat sich im Juni abgeschwächt. Im Jahresvergleich legten die Einfuhrpreise um 6,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Mai waren die Importpreise angetrieben von hohen Energiekosten als Folge des Iran-Kriegs noch um 6,8 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit Ende 2022 nicht mehr.

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Analysten hatten mit einem schwächeren Anstieg der Importpreise gerechnet und waren von einer etwas geringeren Jahresrate von 6,0 Prozent ausgegangen. Besonders stark haben sich einmal mehr die Preise für Energie ausgewirkt. Hier meldete das Bundesamt für Juni einen Zuwachs um 23,9 Prozent im Jahresvergleich.

Bei der importierten Energie meldete das Bundesamt beim elektrischen Strom einen Preisanstieg um 70,8 Prozent. Mineralölerzeugnisse haben sich demnach um 36,0 Prozent und Erdöl um 32,1 Prozent verteuert. Der Preisanstieg beim Erdgas fiel mit 8,3 vergleichsweise schwach aus.

Im Vergleich zum Vormonat gingen die Einfuhrpreise im Juni um 0,7 Prozent zurück. Dies war zuvor von Analysten erwartet worden.

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Die Einfuhrpreise beeinflussen tendenziell auch die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik ausrichtet. Die allgemeine Teuerung hatte sich zuletzt abgeschwächt, die deutsche Inflationsrate lag im Juni bei 2,3 Prozent./jkr/zb

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