DIW-Chef Fratzscher plädiert für Steuererhöhungen


BERLIN (Dow Jones)--Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hält angesichts der steigenden Krisenkosten Steuererhöhungen für eine Option, um die Staatskassen wieder zu füllen. "Der starke Anstieg der Staatsverschuldung wird nach der Pandemie korrigiert werden müssen", sagte Marcel Fratzscher zur Bild-Zeitung.

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Der beste Weg, die Staatsschulden nach der Pandemie zu reduzieren, sei durch stärkeres Wirtschaftswachstum und eine schnelle Erholung. Dafür müsse die Politik jedoch den Strukturwandel hin zu Klimaschutz, Digitalisierung und Globalisierung viel stärker vorantreiben als bisher. "Wenn dies nicht gelingt, dann werden Steuererhöhungen langfristig notwendig sein", so Fratzscher.

Auch der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Lothar Binding, hat eine stärkere Beteiligung von Gutverdienern an den Corona-Krisenkosten gefordert. "Die Menschen, die gut durch die Krise gekommen sind, sollten dem Staat nach der Krise helfen, wieder auf die Beine zu kommen", sagte Binding. "Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein."

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/apo

(END) Dow Jones Newswires

October 30, 2020 03:13 ET (07:13 GMT)

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