DIW: Deutschland steht vergleichsweise gut da


BERLIN (dpa-AFX) - Drei Monate nach Beginn des sogenannten Corona-Lockdown in Deutschland ziehen Ökonomen eine gemischte Bilanz. "Vergleichen wir die Situation in Deutschland mit anderen Ländern, zum Beispiel den USA, steht der deutsche Arbeitsmarkt sehr gut da", sagte Johannes Seebauer, Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), am Dienstag. Staatliche Maßnahmen wie die Kurzarbeit führten dazu, dass sich Angestellte relativ wenige Sorgen um die eigene finanzielle Situation machten, wie aus der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel hervorgehe. Sehr viel schwieriger sei aber die Lage der Selbstständigen.

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Die Studie ergab auch, dass sich Menschen in Deutschland in diesem Frühjahr einsamer fühlten und mit ihrem Familienleben weniger zufrieden waren als in den Vorjahren. Die allgemeine Lebenszufriedenheit sei aber unverändert, der Schlaf sogar besser als vor dem Lockdown. Mitte März hatten Bund und Länder das öffentliche Leben mit Reise- und Kontaktbeschränkungen heruntergefahren, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen.

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