Dobrindt will deutlich mehr Abschiebungen nach Afghanistan


BERLIN (dpa-AFX) - Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will Abschiebungen nach Afghanistan erheblich ausweiten. "Künftig sind drei Charterflüge pro Monat möglich", sagte eine Sprecherin des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Zusätzlich sind Einzelrückführungen über Linienflüge jederzeit möglich." Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

Werbung

"Technische Gespräche" mit den Taliban

Grundlage der Ausweitung sind der Sprecherin zufolge Gespräche zwischen Vertretern des Innenministeriums und den in Afghanistan herrschenden islamistischen Taliban. Die Bundesregierung erkennt die Taliban nicht als legitime Regierung Afghanistans an, weshalb von Gesprächen "auf technischer Ebene" die Rede ist.

Erst vor kurzem hat Deutschland 32 Afghanen per Charterflug in ihr Herkunftsland abgeschoben. Unter den ausgewiesenen Männern waren Straftäter, die unter anderem wegen Vergewaltigung, Tötungsdelikten, sexuellen Missbrauchs von Kindern, Drogenhandels und räuberischer Erpressung verurteilt worden waren.

"Wer unseren Schutz missbraucht und hier schwere Straftaten begeht, muss seine Perspektive in seinem Heimatland suchen", sagte Dobrindt der "Bild am Sonntag". "Unsere Gesellschaft hat ein legitimes Interesse daran, dass Straftäter unser Land verlassen."/hrz/DP/he

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.