Drei wichtige Lektionen

Ex-Intel-CEO kauft NVIDIA-Aktien - DeepSeek keine Bedrohung


Ex-Intel-CEO kauft NVIDIA-Aktien - DeepSeek keine Bedrohung

Das chinesische Startup DeepSeek sorgte kürzlich mit seinem neuesten KI-Modell DeepSeek-R1 für Aufsehen und setzte Chip- und KI-Titel unter Druck. Der ehemalige Intel-CEO Pat Gelsinger erachtet die Reaktion des Marktes als "falsch" und sieht in den jüngsten Entwicklungen Chancen.

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• Senkung der Kosten für KI wird Markt erweitern
• DeepSeek als Beispiel für Innovation trotz Einschränkungen
• KI-Forschung sollte offener gestaltet werden

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Der ehemalige Intel-CEO Pat Gelsinger hat sich in einem Beitrag auf LinkedIn zu DeepSeek und dessen Auswirkungen auf den Markt geäußert. Gelsinger schreibt in seinem Beitrag von drei wichtigen Lektionen.

Ex-Intel-CEO setzt auf NVIDIA-Aktie

Gelsinger erachtet die Reaktion des Marktes auf DeepSeeks günstiges neues KI-Modell als "falsch". Er glaubt, dass die Senkung der Kosten für künstliche Intelligenz (KI) den Markt erweitern wird. "Wie wir bei CMOS, PCs, Multicore, Virtualisierung, mobilen Geräten und vielen anderen gesehen haben, wird die breite Verfügbarkeit von Rechenressourcen zu radikal niedrigeren Preisen zu einer explosionsartigen Expansion und nicht zu einer Schrumpfung des Marktes führen", so Gelsinger. Der ehemalige Intel-CEO ist der Meinung, dass KI in Zukunft in allen Bereichen zum Einsatz komme, heute jedoch noch "um Größenordnungen zu teuer" sei, um dieses Potenzial zu nutzen. Gelsinger setzt daher weiter auf Chip- und KI-Aktien wie NVIDIA. "Heute bin ich ein Käufer von nVidia- und KI-Aktien und freue mich, dass ich von den niedrigeren Preisen profitieren kann", erklärt er.

DeepSeek zeigt Innovation trotz Einschränkungen

Daneben betrachtet Gelsinger den Erfolg von DeepSeek als Beispiel dafür, wie ein Unternehmen trotz Schwierigkeiten Wege finden kann, ein starkes Produkt zu entwickeln. "Die Exportgesetze schränkten die verfügbaren Ressourcen ein, so dass die chinesischen Ingenieure kreativ werden mussten, was sie auch taten. Sie brauchten keine Hardware im Wert von 10 Mrd. USD, nicht die neuesten Chips und kein Schulungsbudget von mehreren Mrd. USD", schreibt Gelsinger. Der ehemalige Intel-Chef verweist in diesem Zusammenhang außerdem auf einen berühmten Computerwissenschaftler, der ihm in einem Interview erklärte, "wie er seine beste Arbeit leistete, wenn die Ressourcen am stärksten begrenzt und die Zeitpläne am anspruchsvollsten waren". Diese Erkenntnis sei für Gelsinger "eine der wichtigsten in meiner Karriere als Ingenieur" gewesen.

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Gelsinger für offene Technologie

Der ehemalige Intel-CEO ist außerdem der Meinung, dass die KI-Forschung offener gestaltet werden sollte. "Es war enttäuschend zu beobachten, wie die Forschung zu den Grundmodellen in den letzten Jahren immer geschlossener wurde", so Gelsinger. Laut dem Ex-Intel-Chef sei es wichtig zu wissen, "wie die Trainingsdaten aussehen", "die Algorithmen [zu] studieren" und sich "mit der Korrektheit, der Ethik und den Auswirkungen" auseinanderzusetzen. Gelsinger erklärt, dass das Thema künstliche Intelligenz "viel zu wichtig für unsere Zukunft" sei, "als dass sich ein geschlossenes Ökosystem jemals als das einzige in diesem Bereich durchsetzen könnte."

Gelsinger beschreibt DeepSeek als "ein unglaubliches Stück Technik" und glaubt daran, dass es "die Verbreitung von KI vorantreiben" und dazu beitragen wird, "dass die Industrie ihre Auffassung von offener Innovation neu definiert".

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Poetra.RH / Shutterstock.com

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