Drohnen-Vorfälle: Litauen will ukrainische Experten einladen


VILNIUS (dpa-AFX) - Litauen will ukrainische Spezialisten nach Vilnius einladen, um sich über die Abwehr anfliegender Drohnen beraten zu lassen. Die Experten sollen nach Angaben von Verteidigungsminister Robertas Kaunas ihre Erfahrungen mit der dem baltischen EU- und Nato-Land teilen, in dem es wiederholt zu Vorfällen mit einfliegenden Drohnen gekommen ist. Die Ukraine gilt im fünften Jahr des Abwehrkampfes gegen Russland als ein weltweit führendes Land im Drohnenkampf.

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"Wir werden sie nach Litauen einladen, um unsere bisherige Arbeit und die eingeschlagenen Wege zu evaluieren, damit wir nicht einfach weitere Fehler begehen", sagte Kaunas litauischen Medienberichten zufolge nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidialamtschef Kyrylo Budanow in Vilnius, der seinerseits Hilfe zusagte. Zuvor hatte bereits ukrainische Außenminister Andrij Sybiha die Entsendung von Experten angeboten.

Die Ukraine hatte in ihrem Abwehrkampf gegen Russland in den vergangenen Wochen wiederholt russische Ölexporthäfen am Finnischen Meerbusen und andere Ziele im Nordwesten Russlands attackiert. Dabei waren mehrfach fehlgeleitete Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten geflogen und teils abgestürzt. Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.

Budanow betonte, dass die Ukraine keine Drohneneinsätze auf litauischem Gebiet durchführe und alle Aktionen gegen Russland gerichtet seien. Auch Kaunas betonte, dass die baltischen Staaten nicht das eigentliche Ziel seien, die Drohnen aber die Orientierung verlören, wenn sie elektronisch gestört werden, und ihre Flugbahn schwer vorhersehbar würden. Die Schuld daran liege trotzdem nicht bei der Ukraine, sondern bei Russland, das den Krieg begonnen habe./awe/DP/jha

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