Energiekosten belasten ostdeutsche Haushalte stärker


HEIDELBERG/MAGDEBURG (dpa-AFX) - Die Energiekosten belasten Haushalte in Ostdeutschland nach einer neuen Auswertung des Vergleichsportals Verivox weiterhin stärker als Verbraucher im Westen. Die kaufkraftbereinigten Ausgaben für Wärme, Strom und Kraftstoffe liegen demnach im Osten im Schnitt um 16 Prozent über dem westdeutschen Niveau.

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An der Spitze steht ein westdeutsches Bundesland

Unter Berücksichtigung der Kaufkraft werden in westdeutschen Bundesländern in einem Musterhaushalt 2.545 Euro für Wärme, Strom und Treibstoff laut Verivox fällig. In Ostdeutschland seien es dagegen 2.973 Euro: 350 Euro über dem Bundesdurchschnitt und 428 Euro über dem Niveau der westdeutschen Bundesländer. Für die Berechnungen hat das Vergleichsportal die Energiekosten für die Monate Januar bis Juli betrachtet.

An der Spitze steht allerdings mit Bremen ein westdeutsches Bundesland. Dort liegen der Analyse zufolge die kaufkraftbereinigten Energiekosten um 22 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es folgen Thüringen (20 Prozent), Sachsen (17), Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (je 16). Günstiger kommen die Haushalte in Bayern weg, wo die Energiekosten um zwölf Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegen.

Vor allem Heiz- und Tankkosten als Treiber

Die größten Unterschiede liegen laut Analyse bei den Heiz- und Tankkosten. Neben regionalen Preisunterschieden bei Strom, Gas und Kraftstoffen falle vor allem die unterschiedliche Kaufkraft ins Gewicht, sagte Thorsten Storck, Energieexperte des Vergleichsportals. "In Regionen mit geringerer Kaufkraft beanspruchen vergleichbare Energiekosten einen größeren Anteil des verfügbaren Einkommens."

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Bei der Analyse handelt es sich um kaufkraftbereinigte, auf ein Jahr hochgerechnete Vergleichswerte und nicht um die tatsächlichen Rechnungsbeträge eines durchschnittlichen Haushalts./sus/DP/zb

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