Erholung der Geschäfte

Symrise-Konkurrent Givaudan profitiert von zurückkehrender Nachfrage - Aktie dennoch tiefer


Symrise-Konkurrent Givaudan profitiert von zurückkehrender Nachfrage - Aktie dennoch tiefer

Der Schweizer Duft- und Geschmacksstoff-Hersteller Givaudan profitiert von einer Erholung des Geschäfts mit der Parfümindustrie und Restaurants sowie der Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln.

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Im Vergleich zum ersten Jahresviertel beschleunigte sich die Entwicklung im zweiten Quartal noch ein wenig, wie Givaudan am Donnerstag mitteilte. Nach dem Rekordlauf der Aktien reichte das einigen Investoren aber nicht mehr.

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Der Aktienkurs fiel am Vormittag um mehr als zwei Prozent auf 4359 Schweizer Franken. Mit 4504 Franken hatte er allerdings erst zur Wochenmitte eine Bestmarke erklommen. Für 2021 steht nun immer noch ein Plus von rund 17 Prozent auf dem Kurszettel.

Dabei kam dem Unternehmen weiterhin die Erholung der Luxusparfümerie zugute, die im Corona-Jahr 2020 stark unter den weltweiten Reisebeschränkungen gelitten hatte. So sind gerade Flughäfen ein wichtiger Absatzpunkt für teure Parfüms und Cremes. Zudem profitiert das Geschäft mit Zusätzen für Lebensmittel und Getränke, die in Restaurants und Bars angeboten werden, von Lockdown-Lockerungen in vielen Ländern.

Die Erholung dieser Bereiche habe das Wachstum des Konzerns angetrieben, erklärte Analystin Celine Pannuti von der US-Bank JPMorgan. Dem gegenüber stehe ein langsameres Wachstum in denjenigen Geschäftsbereichen, die während der Corona-Krise robust geblieben waren. Dies könnte bei einigen Anlegern für Enttäuschung sorgen.

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Im ersten Halbjahr steigerte der Konkurrent der deutschen Symrise seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund fünf Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Franken (3,1 Mrd Euro). Negative Wechselkurseffekte sowie der Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen herausgerechnet, wäre es sogar ein Plus von 7,9 Prozent gewesen.

Als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieb fast ein Viertel vom Umsatz hängen. Absolut entspricht das 809 Millionen Franken und damit rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten im Durchschnitt weniger auf dem Zettel. Unter dem Strich verdienten die Schweizer mit 481 Millionen Franken gut 16 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Den mittelfristigen Ausblick bestätigte das Management. Dabei orientiert es sich an dem vergangenen Sommer bis 2025 aufgestellten Fünfjahresplan. In dieser Zeit will Givaudan seinen Umsatz stärker als der Markt steigern, also pro Jahr aus eigener Kraft um 4 bis 5 Prozent zulegen. Die Givaudan-Aktie verliert an der SIX aktuell 1,12 Prozent auf 4'421 Franken.

/mis/stk

VERNIER (dpa-AFX)

Bildquellen: IgorGolovniov / Shutterstock.com

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19.06.26 Givaudan Equal Weight Barclays Capital
12.06.26 Givaudan Neutral UBS AG
12.06.26 Givaudan Buy Deutsche Bank AG
09.06.26 Givaudan Buy Deutsche Bank AG
09.06.26 Givaudan Overweight JP Morgan Chase & Co.