ESRB: Aktienbewertungen beruhen auf optimistischen Annahmen


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Risiken für die Finanzstabilität im Euroraum haben sich nach Aussage des Systemrisikorats ESRB (European Systemic Risk Board) in den vergangenen drei Monaten spürbar erhöht. In seinem aktuellen Bericht warnt der ESRB, dass die Aktienkurse auch nach den jüngsten Korrekturen zu hoch sein könnten.

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"Die aktuellen Aktienbewertungen spiegeln die optimistischen Annahmen wider, dass sich die Auswirkungen des Krieges für die globalen Wachstumsaussichten insgesamt in Grenzen halten werden und dass die Zentralbanken in der Lage sein werden, die Inflationsraten mittelfristig schrittweise auf ihre Zielwerte zu senken, wie es die Märkte derzeit erwarten", heißt es in einer ESRB-Mitteilung.

Ungeachtet der jüngsten Korrekturen sei ein abrupter und breit angelegter Rückgang der Asset-Preise nach wie vor ein ernsthaftes Risiko für die Finanzstabilität. Steigende Zinssätze in Verbindung mit sich verschlechternden Wachstumsaussichten hätten bereits zu einem Rückgang der Vermögenspreise geführt, der bisher geordnet verlaufen sei.

"Das Eintreten von Risikoszenarien mit geringer Wahrscheinlichkeit (Tail-Risks) könnte das Risiko weiterer breit angelegter und möglicherweise abrupter Korrekturen der Vermögenspreise mit sich bringen", warnt der Systemrisikorat.

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Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/err

(END) Dow Jones Newswires

June 30, 2022 09:27 ET (13:27 GMT)

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