Estland: Zwei Festnahmen wegen Umgehung von Russland-Sanktionen


TALLINN (dpa-AFX) - In Estland hat die Sicherheitspolizei zwei Personen wegen ihrer mutmaßlichen Rolle bei der Umgehung von Sanktionen gegen Russland festgenommen. Der Mann und die Frau werden verdächtigt, einer sanktionierten Person wirtschaftliche Ressourcen von mehr als 350 000 Euro zur Verfügung gestellt zu haben. Dazu sollen sie die vom Kreml kontrollierte Online-Plattform Sputnik Meedia genutzt haben, teilte die Behörde des EU- und Nato-Landes am Mittwochabend in Tallinn mit. Beweise dafür seien seit 2021 gesammelt worden.

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"Die Europäische Union verhängte Sanktionen als Reaktion auf internationale Verbrechen, die gegen den ukrainischen Staat und das ukrainische Volk begangen wurden. Ein Verstoß gegen diese Sanktionen ist ein Verbrechen gegen den Frieden", wurde Generalstaatsanwalt Taavi Pern in der Mitteilung zitiert.

Die beiden festgenommenen Personen soll den Angaben zufolge auch Sputnik Meedia weiterbetrieben haben - trotz der gegen das russische Staatsmedium verhängten Sanktionen. Die EU hatte als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine und Propaganda die Verbreitung von Sputnik verboten. Die Untersuchung bewerte aber keine Inhalte, die auf der Medienplattform veröffentlicht wurden, sagte Pern.

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