EU-Abgeordnete fordern mehr Unabhängigkeit nach KI-Hack


BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nachdem eine amerikanische KI auf eigene Faust in die Computersysteme einer anderen KI-Firma eingebrochen ist, dringen mehrere EU-Abgeordnete darauf, Europas Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen zu verringern. Es brauche eigene leistungsfähige KI und mehr Kontrolle über Schlüsseltechnologien in Europa, um Unternehmen und Infrastruktur besser gegen neue Formen von Cyberangriffen zu schützen, sagten mehrere Europapolitiker dem "Spiegel".

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Die FDP-EU-Abgeordnete Svenja Hahn etwa erklärte, es dürfe nicht passieren, dass eine Künstliche Intelligenz außerhalb des vorgegebenen Rahmens eigenständig handele. Der Vorfall unterstreiche, wie wichtig starke europäische KI sei, damit sich Wirtschaft und kritische Infrastruktur gegen Angriffe der nächsten KI-Generation wappnen könnten.

Die Grünenpolitikerin Alexandra Geese sagte: "Der eigenständige Einbruch von OpenAI-KI in ein anderes Unternehmen gefährdet unsere gesamte Wirtschaftsordnung und muss nach Artikel 55 der KI-Verordnung in Europa gemeldet werden." Nun werde sich zeigen, wie konsequent die EU ihre Zuständigkeit durchsetze. Der Vorfall sei ein "weiterer Anreiz, technologische Souveränität endlich ernst zu nehmen".

Der Chef der Linksfraktion im EU-Parlament, Martin Schirdewan, sagte, der Zwischenfall deute darauf hin, "dass Konzerne wie OpenAI im ungebremsten Kampf um die stärkste KI die Kontrolle über ihre eigenen Technologien verlieren". Er verlangte strengere Sicherheitsregeln und eine stärkere digitale Unabhängigkeit Europas.

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Nach Angaben der US-KI-Firma OpenAI sei der Angriff der hauseigenen KI auf die Firma Hugging Face während eines internen Tests neuer Modelle passiert. Die Software habe demnach eine Schwachstelle genutzt, um aus der Testumgebung auszubrechen und sich Zugang zum Internet zu verschaffen./mxx/DP/jha

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