EU-Bericht: Deutschland meldet 2019 mehr gefährliche Produkte


BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die deutschen Behörden haben im vergangenen Jahr im EU-Vergleich am häufigsten vor gefährlichen Produkten gewarnt. 454 Mal wurde unter anderem vor gefährlichen Spielsachen oder Bauteilen in Autos gewarnt, die zu Verletzungen führen können, wie aus einem am Dienstag in Brüssel vorgestellten Bericht der EU-Kommission hervorgeht. Diese Meldungen wurden an das gemeinsame EU-Schnellwarnsystem übermittelt. 2018 gingen dort etwas mehr als 360 Warnungen aus Deutschland ein. Europaweit wurden 2019 etwa 2240 Warnmeldungen registriert.

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Fast drei Viertel der Meldungen in Deutschland betrafen Autos und andere Kraftfahrzeuge. Am zweithäufigsten (5 Prozent) wurden Spielzeuge beanstandet, gefolgt von Kleidung. In mehr als zwei Drittel der Fälle drohte die Gefahr einer Verletzung.

Gesunken ist dafür die Anzahl der Maßnahmen, die deutsche Behörden infolge der eigenen Warnungen oder jener aus anderen EU-Staaten ergriffen haben - etwa Produktrückrufe. 2018 leiteten sie knapp 170 sogenannte Folgemaßnahmen ein. Im vergangenen Jahr waren es rund 100.

Im EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Nichtlebensmittel tauschen EU-Staaten und EU-Kommission Informationen über gefährliche Produkte aus. So können die anderen Länder schneller überprüfen, ob diese Produkte auch auf dem heimischen Markt kursieren und zum Beispiel Rückrufe einleiten./jon/DP/jha

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