EU-Kommission will Rohstoffförderung in Europa stärken
BERLIN (Dow Jones)--Mit der Gründung einer Europäischen Rohstoffallianz will die Europäische Kommission Lieferketten nachhaltiger machen und die Importabhängigkeit von Drittstaaten verringern. An dem Zusammenschluss sind mehr als 150 Industrieunternehmen, Verbände und andere Akteure beteiligt, auch Regierungen und Nichtregierungsorganisationen sind eingeladen. Ziel ist es, die Versorgung Europas mit seltenen Erden, Magneten und anderen Ressourcen sicherzustellen. Die Initiative schließt sich an den Aktionsplan zu kritischen Rohstoffen an, den die Kommission zu Monatsbeginn veröffentlicht hatte.
Derzeit werden 98 Prozent der seltenen Erden in der EU aus China eingeführt. Die Türkei liefert 98 Prozent der Borate und Südafrika 71 Prozent des in der EU verbrauchten Platins. Dabei gebe es von vielen dieser Materialien auch Vorkommen in Europa, erklärte Binnenmarktkommissar Thierry Breton.
Die Rohstoffallianz könne auf Deutschlands Unterstützung zählen, betonte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). "Für den Umbau unserer Energieversorgung, aber auch für die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft insgesamt brauchen wir eine sichere und vor allem nachhaltige Rohstoffversorgung." Beispiele seien E-Autos oder Windkraftanlagen, so Altmaier.
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DJG/pso/smh
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September 29, 2020 09:58 ET (13:58 GMT)