Euroraum-BIP steigt im dritten Quartal um 12,5 Prozent
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirtschaft des Euroraums ist im dritten Quartal marginal weniger als bisher angenommen gewachsen. Wie Eurostat in dritter Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 12,5 Prozent. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten erwartet, dass die Statistiker den in zweiter Veröffentlichung gemeldeten Anstieg von 12,6 Prozent bestätigen würden. Auf Jahressicht sank das BIP um 4,3 (zweite Veröffentlichung: 4,4) Prozent.
Im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung coronabedingt um 11,7 (11,8) Prozent gegenüber dem Vorquartal eingebrochen und hatte das Vorjahresniveau um 14,7 (14,8) Prozent unterschritten.
Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stützen das BIP-Wachstum mit 7,3 Prozentpunkten und die Bruttoanlageinvestitionen mit 2,8 Punkten. Die Beiträge des Handelsbilanzsaldos und der Konsumausgaben des Staates waren leicht negativ.
Nach Schätzungen von Eurostat waren im dritten Quartal 2020 im Euroraum 157,4 Millionen Menschen erwerbstätig. Das waren 4,3 Millionen weniger als im vierten Quartal 2019. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden ging um 4,6 Prozent zurück.
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December 08, 2020 05:00 ET (10:00 GMT)