Euroraum-Inflation erstmals seit 2016 negativ
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euroraum verzeichnet in der Corona-Krise erstmals seit 2016 wieder eine negative Inflationsrate. Nach Mitteilung von Eurostat sanken die Verbraucherpreise im August gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juli hatten sie noch um 0,4 Prozent über dem Vorjahr gelegen. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten eine Stagnation der Preise auf Monatssicht und eine Jahresrate von 0,2 Prozent prognostiziert.
Die Verbraucherpreise ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak gingen gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent zurück, die Jahresteuerung sank auf nur noch 0,4 (Juli: 1,2) Prozent. Volkswirte hatten Teuerungsraten von 0,1 und 0,9 Prozent prognostiziert.
Verarbeitete Lebensmittel einschließlich Alkohol und Tabak verteuerten sich auf Jahressicht um 1,6 (1,6) Prozent und unverarbeitete Lebensmittel um 2,3 (3,1) Prozent. Energie kostete 7,8 (minus 8,4) Prozent weniger als im August 2019. Industriegüter ohne Energie verbilligten sich um 0,1 Prozent, nachdem sie Juli noch 1,6 Prozent mehr gekostet hatten. Die Dienstleistungspreise stiegen um 0,7 (0,9) Prozent.
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September 01, 2020 05:00 ET (09:00 GMT)