Eurostat: Deutschland mit vergleichsweise vielen Niedriglöhnern


BRÜSSEL (dpa-AFX) - In Deutschland arbeiten im EU-Vergleich überdurchschnittlich viele Menschen für Niedriglohn. 2018 war es rund jeder fünfte Arbeitnehmer (20,7 Prozent), wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Im EU-Durchschnitt waren es 15,3 Prozent - etwas weniger als vier Jahre zuvor (16,4 Prozent). Frauen verdienen dabei mit 18,2 Prozent häufiger Niedriglohn als Männer (12,5 Prozent).

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Die meisten Arbeitnehmer mit Niedriglöhnen haben die baltischen Staaten Lettland (23,5 Prozent), Litauen (22,3 Prozent) und Estland (22 Prozent). Deutschland liegt auf Platz sechs. Am wenigsten hat Schweden (3,6 Prozent), gefolgt von Portugal (4 Prozent) und Finnland (5 Prozent).

Als Niedriglohn definiert Eurostat zwei Drittel oder weniger des mittleren Brutto-Stunden-Lohns des jeweiligen Landes. Dabei wird der Median-Wert zugrunde gelegt: 50 Prozent der Arbeitnehmer verdienen mehr, 50 Prozent weniger. Für Griechenland lagen keine Vergleichsdaten vor./chh/DP/eas

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