Eurozone-Inflation steigt im Juli auf 2,9 Prozent


Von Andreas Plecko

DOW JONES--Der Preisdruck in der Eurozone hat im Juli zugenommen, während Ökonomen eine stabile Entwicklung erwartet hatten. Die jährliche Inflationsrate stieg auf 2,9 (Vormonat: 2,8) Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Meldung mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Rate von 2,8 Prozent vorhergesagt. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt mittelfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent an.

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Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise ausspart, stieg im Juli ebenfalls. Diese ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak berechnete Kernrate kletterte auf 2,5 (Vormonat: 2,4) Prozent. Ökonomen hatten eine konstante Rate von 2,4 Prozent erwartet. Die Kernrate gilt unter Ökonomen als Richtgröße für den Inflationstrend.

Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im Juli in der Gesamtrate um 0,2 Prozent, in der Kernrate gab es eine Stagnation. Volkswirte hatten ein Plus von 0,1 Prozent beziehungsweise ein Minus von 0,1 Prozent prognostiziert.

Die EZB bleibt nach der Zinserhöhung im Juni vorerst in Wartestellung und pocht weiterhin auf eine strikte Datenabhängigkeit. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte zuletzt betont, dass die Währungshüter nach wie vor Wachsamkeit gegenüber Aufwärtsrisiken und möglichen Zweitrundeneffekten bei den Preisen walten lassen.

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Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/mgo

(END) Dow Jones Newswires

July 31, 2026 05:13 ET (09:13 GMT)

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