Expertenkommission: Handyverbot in Schulen bis Klasse sieben


BERLIN (dpa-AFX) - Die private Nutzung von Handys sollte aus Sicht der zuständigen Expertengruppe für alle Schüler bundesweit im Unterricht und in Pausen bis Klasse sieben verboten werden. Dies geht aus den Empfehlungen der Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" hervor. Die Fachleute plädieren dafür, das einheitlich in allen Schulgesetzen festzulegen. Ab Klasse acht sollen Schulen demnach verpflichtet werden, mit den Schülerinnen und Schülern verbindliche Nutzungskonzepte zu erarbeiten.

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Zur Begründung heißt es im Bericht der von Familienministerin Karin Prien (CDU) eingesetzten Expertenkommission: "Die private Nutzung digitaler Endgeräte im Unterricht lenkt erheblich ab, erschwert eine konzentrierte Lernatmosphäre und schränkt in den Pausen das soziale Miteinander ein." Wenn es Mobbing gebe, könne die Handynutzung das verstärken. Zudem seien die Regelungen in den Bundesländern und Schulformen sehr unterschiedlich.

Käme es zu den vorgeschlagenen Maßnahmen, würden Schülerinnen und Schüler konzentrierter lernen, sagt die Expertenkommission voraus. In den Pausen hätten sie Zeit und Raum für persönliche Begegnungen. Beim "gesicherten Zugang zu digitalen Lernmitteln" soll es bleiben.

Prien hatte die Kommission im September eingesetzt. Insgesamt haben die Fachleute nun 56 Empfehlungen erarbeitet. Diese sollen Kindern und Jugendlichen einerseits den Umgang mit digitalen Medien ermöglichen, sie andererseits aber vor Gefahren schützen./vsr/DP/nas

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