EZB/Kazimir: Lassen zu niedrige Inflation nicht mehr zu


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die neue Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nach Aussage des slowakischen Ratsmitglieds Peter Kazimir darauf gerichtet, eine zu niedrige Inflation nicht mehr zuzulassen. "Die niedrige Inflation hat sich in den letzten Jahren verfestigt, und unsere überarbeitete Strategie besagt, dass wir dies in Zukunft nicht zulassen werden", schrieb Kazimir im Kurznachrichtendienst Twitter. Das bedeute auch, dass die EZB künftig Inflationsraten zulassen werde, die moderat und vorübergehend über 2 Prozent lägen, fügte er hinzu.

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Die EZB hatte ihr Inflationsziel in der vergangenen Woche von "unter, aber nahe" auf glatt 2 Prozent geändert. "Dieses Politikziel ist klar und einfach", schrieb Kazimir. Diese Klarheit werde das Instrumentarium der EZB stärken und bei der Verankerung der Inflationserwartungen und insgesamt beim Erreichen des Preisstabilitätsmandats helfen.

Teil der neuen Stratege ist auch ein besonders entschlossenes Handeln der Zentralbank an der Zinsuntergrenze. Das bedeutet, dass die EZB, wenn sie in der Nähe dieser Grenze operiert, eine besonders "kraftvolle oder hartnäckige" Politik betreiben soll. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos sagte am Vormittag, gegenwärtig arbeite die EZB unter solchen Bedingungen. Der EZB-Rat berät in der nächsten Woche über die unmittelbaren Auswirkungen der Strategiereform für die konkrete Geldpolitik.

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