EZB/Lane: COVID-Einfluss auf Inflation nur teilweise ausgeglichen


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat nach den Worten ihres Chefvolkswirts Philip Lane entscheidend zu der Erholung von Wachstums- und Inflationsaussichten beigetragen, die EZB gebe sich mit dem Erreichten aber nicht zufrieden. "Der prognostizierte Pfad von Output und Inflation wäre niedriger als in den September-Projektionen vorgesehen, hätte die EZB nicht im Juni ihr Pandemiekaufprogramm PEPP rekalibriert", schrieb Lane in einem auf der EZB-Website veröffentlichten Blog.

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Allerdings sei klar, dass das kein Grund für Selbstzufriedenheit sein dürfe. "Die Inflation ist weit von ihrem Ziel entfernt, und es hat nur begrenzten Fortschritt beim Ausgleich der negativen Wirkungen der Pandemie auf die projizierte Inflationsdynamik gegeben", schrieb Lane. Zudem sei der Ausblick mit hoher Unsicherheit behaftet, und die Risiken seien abwärts gerichtet.

Die EZB hatte am Donnerstag neue Projektionen des volkswirtschaftlichen Stabs veröffentlicht, die einen weniger starken Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im laufenden Jahr und höhere Kerninflationsraten für die Jahre 2020 bis 2022 beinhalteten. Für das dritte und vierte Quartal werden BIP-Zuwächse von 8,4 und 3,1 Prozent erwartet.

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